Unsere Tests finden nur mit Termin statt. Beachten Sie bitte die Infos zur Anmeldung.

Auf dieser Seite beantworten wir einige häufige Fragen zu unserem Testangebot, zur Durchführung der Test und zu den Testergebnissen. Haben Sie weitere Fragen? Gibt es etwas, dass auf dieser Seite nicht beantwortet wird? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

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Stand der Informationen: Februar 2024

Allgemeine Fragen zu den Tests

Es kann im Leben immer mal wieder zu Situationen kommen, in denen eine Unsicherheit darüber besteht, ob eine Infektion mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) stattgefunden hat. Klarheit bringt dann nur ein Test, durch den die jeweilige Infektion nachgewiesen werden kann.

Die Tests bringen Gewissheit. Und sie ermöglichen, dass im Fall der Fälle eine medizinische Behandlung erfolgen kann. So können Menschen sich selbst vor schweren Erkrankungen und andere Menschen vor einer Ansteckung schützen.

Viele STIs sind gut behandelbar. Gonokokken, Syphilis und Chlamydien lassen sich medikamentös sehr gut heilen. Und eine frühe Entdeckung erleichtert die Versorgung. Eine HIV-Infektionen kann zwar nicht geheilt werden, aber durch die medikamentöse Therapie können Menschen mit HIV gut und lange leben. Die Krankheit Aids bricht Dank der Medikamente nicht aus und auch eine Ansteckung von anderen Menschen ist dann ausgeschlossen.

Bei der AIDS-Hilfe Kassel werden Tests stets anonym und vertraulich durchgeführt. Die Mitarbeiter*innen stehen beratend zur Seite und beantworten gerne alle Fragen rund um die Tests und die Infektionen. Bei Bedarf schätzen wir gemeinsam Risikosituationen ein und geben Empfehlungen für Tests oder weiteres Vorgehen. Im Falle eines reaktiven oder positiven Tests unterstützen wir gerne bei den nächsten Schritten, insofern dies gewünscht wird.
Wie häufig Tests durchgeführt werden sollten, lässt sich nicht pauschal sagen. Es gibt aber einige allgemeine Empfehlungen:

  • Bei sexuell aktiven Menschen ist zumeist eine jährliche HIV- und STI-Testung empfohlen, insbesondere bei wechselnden Sexualpartner*innen. In einem jährlichen Intervall bleibt nach einer Erkennung ausreichend Zeit für eine gute Behandlung der geläufigen STI und HIV.
  • Die Überprüfung von konkreten Risikosituationen kann sinnvoll sein, insbesondere wenn Menschen sich nicht regelmäßig testen. Konkrete Risiken sind vor allem ungeschützte sexuelle Kontakte.
  • Tests sind auch sinnvoll, wenn gängige STI-Symptome auftreten (z.B. Juckreiz im Genitalbereich, Schmerzen beim Wasserlassen). Beim Auftreten von Symptomen empfehlen wir allerdings dringend eine direkte ärztliche Abklärung.
  • Viele Paare nutzen Tests zu Beginn einer Beziehung, um mit größerer Sicherheit ungeschützten Sex zu haben. Dies ist in exklusiven Sexualbeziehungen ein guter Weg um STIs auszuschließen. Und in offenen Beziehungen bringen regelmäßige Tests mehr Sicherheit.
  • Falls Menschen noch nie einen STI- oder HIV-Test gemacht haben, kann es sinnvoll sein, sich erstmalig testen zu lassen.
Unnötig sind Tests hingegen, wenn es gar keine Situation gab, in der eine Übertragung stattgefunden haben kann. Auch von ständigen und zu häufigen Tests raten wir ab – sie gehen zumeist mit falschen Vorstellungen von tatsächlichen Übertragungswahrscheinlichkeiten und Risiken einher.

Ein Anliegen unserer Testberatungen ist, dass Menschen ihre persönlichen Risiken besser einschätzen können. Dazu zählt auch, wann Tests eigentlich sinnvoll sind. In unseren Beratungen unterstützen wir gerne dabei, das persönliche Risiko einzuschätzen. Wir klären dies auch gerne schon bei der Testanmeldung ab. Sprechen Sie uns darauf an.
Im Rahmen unserer Testangebote beschreiben Risikokontakte die Situationen, in denen eine Ansteckung mit der jeweiligen Krankheit passiert sein kann. Häufig sind diese Situationen ungeschützter Geschlechtsverkehr ohne äußeres oder inneres Kondom. Je nach Erreger sind die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten einer Ansteckung aber sehr unterschiedlich. Für HIV sind die Übertragungswahrscheinlichkeiten beispielsweise auch in Risikosituationen oft eher gering.

Für alle Tests ist es wichtig, die notwendigen Wartezeiten nach den letzten Risikokontakten zu beachten. Denn die Tests spiegeln immer den Stand vor dem jeweils angegebenen Zeitpunkt wieder. Ein HIV-Schnelltest sagt also beispielsweise nicht aus, ob Sie jetzt gerade eine Infektion haben sondern wie der Stand vor 12 Wochen war. Liegt der Risikokontakt kürzere Zeit zurück, wird eine Ansteckung vom Test womöglich nicht entdeckt. Ein negatives Testergebnis kann dann eine falsche Sicherheit vermitteln.

In unseren Beratungsgesprächen sprechen wir über mögliche Risikosituationen und bieten an, diese mit Ihnen gemeinsam einzuschätzen. Sie haben dort auch die Möglichkeit, ganz offen Fragen zu Ansteckungsrisiken zu stellen.
HIV ist im Vergleich zu anderen STIs nicht leicht übertragbar. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung bei einem einzelnen ungeschützten sexuellen Kontakt ist gering, aber nicht ausgeschlossen. Konkrete Übertragungswahrscheinlichkeiten gibt es für die meisten Menschen bei penetrativem Sex (Vaginalverkehr, Analverkehr) sowie bei der gemeinsamen Benutzung von Spritzen beim Drogengebrauch.

Alltagssituationen sowie die meisten anderen intimen sexuellen Kontakte (z.B. Petting, Oralverkehr) stellen kein erhöhtes Risiko einer HIV-Übertragung dar. Safer Sex bietet zudem einen sehr guten Schutz vor HIV. Zu den Schutzmöglichkeiten zählen Kondome und die Einnahme von PrEP. Außerdem sind Menschen mit HIV, die durch die Einnahme von Medikamenten unter der Virus-Nachweisgrenze liegen, für andere nicht ansteckend.

HIV ist eine Infektion, die Menschen ohne Tests in der Regel über viele Jahre nicht bemerken. Und die Infektion kann anderen Menschen nicht angesehen werden. Eine frühe Erkennung ermöglicht eine gute Behandlung und verhindert das Auftreten von Aids als Krankheit. Auch die Ansteckung von anderen Personen wird so vermieden.

Das Risiko einer Ansteckung ist allgemein niedrig. Trotzdem ist eine regelmäßige Testung für sexuell aktive Menschen sinnvoll, insbesondere bei wechselnden Partner*innen. Auch die Überprüfung konkreter Risikosituationen kann empfehlenswert sein. In jedem Fall sollten Wartezeiten nach Risikosituationen eingehalten werden, damit die Tests aussagekräftig sind.

Bei der Testanmledung und Testberatung klären wir Ihr persönliches Risiko mit Ihnen ab. Wir ermöglichen so eine Einschätzung, wann ein HIV-Test sinnvoll ist.
Gonokokken und Chlamydien sind leicht übertragbare sexuelle Infektionen. Kondome oder Lecktücher bieten einen Schutz, können eine Infektion aber nicht immer verhindern. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist höher, wenn Menschen wechselende Sexualpartner*innen haben.

Insbesondere Chlamydieninfektionen können symptomlos verlaufen und bei Nichtbehandlung selbst nach längerer Zeit noch zu Komplikationen führen. Zudem können die Infektionen auch symptomlos leicht weitergegeben werden und Menschen können sich wiederholt gegenseitig anstecken.

Eine regelmäßige Testung kann daher empfehlenswert sein. Gerne unterstützen wir bei der Testanmeldung und Beratung bei der Einschätzung von persönlichen Risiken.
Viele heterosexuelle Personen haben ein überschaubares Risiko sich mit Syphilis zu infizieren. In Deutschland und Westeuropa tritt Syphilis zurzeit überwiegend bei Männern auf, die Sex mit Männern haben. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit für diese Personengruppe ist dadurch deutlich erhöht. Auch die Sexualpartner*innen dieser Personen können eine höheres Risiko einer Ansteckung haben. Eine Risikoeinschätzung kann dabei helfen zu überprüfen, ob ein Test sinnvoll ist.
Unsere Tests werden grundsätzlich anonym durchgeführt. Wir fragen deswegen nicht nach Namen und erheben nur im Rahmen unseres Fragebogens statistische Daten. Auch die Testergebnisse werden anonym mitgeteilt.

Im Falle eines positiven HIV-Labortests sind wir zu einer anonymisierten, nicht-namentlichen Meldung an das RKI verpflichtet. Auch für andere reaktive und positive Testergebnisse erfolgt ggf. eine entsprechende Meldung. Eine Weiterleitung von persönlichen Informationen oder Ergebnissen an Ärzt*innen oder Gesundheitsbehörden unsererseits findet nicht statt.
Nein. Unsere Tests sind anonym. Wir erfassen keinen Versicherungsstatus von Menschen, die unser Testangebot wahrnehmen. Eine Krankenkarte muss deshalb nicht vorgezeigt werden. Die Tests werden (je nach Testart) selbst bezahlt oder kostenfrei zu Verfügung gestellt.

Es ist allerdings zu beachten, dass Menschen ohne Krankenversicherung, nach einem positiven/reaktiven Testergebnis nur einen erschwerten Zugang zu ärztlicher Versorgung und einer Abklärung der Ergebnisse haben. Wir können dabei leider nur eingeschränkt unterstützen oder vermitteln. Sprechen Sie uns gerne bereits im Beratungsgespräch offen an, falls der Krankenversicherungsstatus bei Ihnen eine Rolle spielt.

Durchführung der Tests

Beim HIV-Labortest wird eine größere Menge Blut auf Antikörper und bestimmte Bestandteile von HIV untersucht.

Der HIV-Selbsttest, HIV-Schnelltest und der Syphilis-Schnelltest sind Antikörper- bzw. Antigentests, die ein wenig Blut aus der Fingerkuppe benötigen. Die Tests weisen Reaktionen des Immunssystems auf die HI-Viren bzw. das Syphilis-Bakterium nach. Die Tests sind keine direkten Nachweise der Viren bzw. Bakterien. Aus diesem Grund sollte ein reaktives Ergebnis immer noch einmal ärztlich abgeklärt werden (siehe Testergebnisse).

Bei den von uns angebotenen PCR-Abstrichtests auf Gonokokken und Chlamydien werden die Bakterien durch Labordiagnostik direkt nachgewiesen.
Die Durchführung der Tests unterscheidet sich je nach Testverfahren. Die meisten Menschen berichten uns, dass sie wenig bis keine Schmerzen bei den von uns angebotenen Tests empfinden. Konkret gilt für die Tests folgendes:

  • Schnelltests: Für diese Tests wird ein wenig Blut aus der Fingerkuppe benötigt. Dafür stechen wir Sie mit einer kleinen Lanzette. Meistens reicht ein Stich für die Tests, nur in seltenen Fällen müssen wir mehrfach stechen (z.B. wenn sich kein Blutstropfen bildet). Wir bemühen uns Schmerzen zu vermeiden, indem wir an der Seite der Fingerspitze stechen und nicht direkt in die Fingerkuppe. Die meisten Menschen empfinden beim Stechen nur ein leichtes Pieksen, dass auch schnell wieder abklingt.
  • Labortest: Hierfür wird eine größere Menge Blut aus der Vene entnommen. Der Einstich kann gelegentlich etwas schmerzhaft sein. Manchmal kann die Einstichstelle einige Zeit nach der Blutentnahme leicht schmerzen.
  • Abstrichtest: Der von uns angebotene Abstrichtest ist ein sanfter Test, bei dem nur etwas Material von den genitalen/rektalen Schleimhäuten aufgenommen wird. Hierfür muss das Abtupfstäbchen nicht tief eingeführt werden, es ist auch kein Einführen in die Harnröhre notwendig. Anders als bei anderen Abstrichen in diesen Körperbereichen entstehen bei dem von uns angebotenen Test bei sachgemäßer Anwendung daher keine Schmerzen. Der Abstrich wird zudem selbständig nach vorheriger Anleitung durchgeführt.
Allgemein gilt: Wir können keine medizinische Beratung anbieten. Bei Symptomen wenden Sie sich bitte immer an Ärzt*innen!

Die Symptome einer frühen HIV-Infektion sind oft sehr unspezifisch und meistens kaum von anderen Virusinfektionen (z.B. schwere Erkältung, Grippe) zu unterscheiden. Danach haben Menschen zumeist lange Zeit keine Symptome. Wichtiger als die Beobachtung von Symptomen ist daher die persönliche Einschätzung von möglichen Ansteckungsrisiken, wie sie auch in unseren Testberatungen durchgeführt wird. Gewissheit liefern letztlich immer nur Tests, die nach bestimmten Wartezeiten durchgeführt werden können.

Bei allgemeinen STI-Symtomen empfehlen wir dringend eine direkte ärztliche Abklärung. Wenn sie Symptome einer Syphilis-Infektion (schmerzloses Geschwür, Hautausschläge) oder von Gonokokken und Chlamydien (Juckreiz, Schmerzen beim Wasserlassen, genitaler oder rektaler Ausfluss) spüren, sollte dies medizinisch untersucht und behandelt werden. Es ist dann sinnvoll, nicht erst auf ein Testergebnis bei uns zu warten.
Nein. Die von uns angebotetenen Tests stellen keine besonderen Anforderungen an die Ernährung oder Aufnahme von Flüssigkeiten. Sie können am Tag des Tests ganz gewöhnlich essen und trinken.
Bestenfalls wird der Abstrichtest nicht während der Periode durchgeführt. Stärkere Blutungen können das Ergebnis verfälschen. Die Durchführung des Abstrichtests wird daher insbesondere zu Beginn der Periode nicht empfohlen. Gegen Ende der Periode und bei eher leichteren Blutungen ist eine Durchführung nach eigenem Ermessen möglich. Sprechen Sie uns gerne an, falls es hierzu Unsicherheiten gibt.
Alle Beratungen werden durch unser sozialpädagogisches Team durchgeführt. Die Berater*innen sind in HIV- und STI-Beratung geschult.

Die Schnelltests werden von Mitarbeiter*innen unseres Teams durchgeführt. Am Schnelltestabend werden wir dabei ehrenamtlich von fachkundigen Personen bei der Blutentnahme aus der Fingerkuppe unterstützt. Die Blutentnahme für den Labortest erfolgt ehrenamtlich durch medizinisches Fachpersonal in einer Arztpraxis, die mit uns kooperiert. Der Abstrichtest wird nach Einweisung eigenständig und allein von den Personen durchgeführt, die sich testen lassen.

Gelegentlich nehmen neue Mitarbeitende hospitierend an einer Testberatung teil. Vor einer Hospitation fragen wir immer nach dem Einverständnis. Wir respektieren, falls eine Hospitation nicht gewünscht ist.
Wir verteilen die Termine nach den freien Beratungsterminen unserer Mitarbeiter*innen. Ein direkter Termin bei bestimmten Personen ist daher nicht möglich. Alle unsere Berater*innen arbeiten nach festen Standards der Aidshilfe-Arbeit: Wir achten auf eine vertrauliche und wertschätzende Atmosphäre. Wir legen Wert auf einen respektvollen Umgang. Und wir sind sensibel in der Abklärung von intimen und persönlichen Themen. Sollte es aus bestimmten Gründen Anforderungen an unser Team geben, bitten wir um Absprache bei der Testanmeldung. Wir klären dann gerne gemeinsam, was wir berücksichtigen können.
Grundsätzlich bieten wir unsere Testberatungen als Einzelgespräche an. Dies ermöglicht ein vertrauliches Gespräch über Testgründe und mögliche Risikosituationen. Außerdem können im direkten Gespräch Unsicherheiten und Fragen meist offener angesprochen werden. Dies gilt insbesondere für Paare, die frisch zusammengekommen sind und sich gemeinsam testen lassen möchten. Denn es ist oft gar nicht so leicht, in Anwesenheit von neuen Partner*innen über all die Themen zu sprechen. Gerne versuchen wir aber Termine zu finden, die zeitlich nah beieinander liegen. Manchmal sind auch parallele Termine bei unterschiedlichen Berater*innen möglich.

Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, dass Personen zu zweit erscheinen. Zum Beispiel, wenn es Unterstützungsbedarf gibt oder Menschen alleine große Ängste haben. Sprechen Sie uns in diesen Fällen an, wir berücksichtigen dies dann gerne bei der Terminvergabe.

Testergebnisse

Ein positives Ergebnis bedeutet, dass die jeweils getestete Infektion direkt oder indirekt nachgewiesen wurde. Je nach Test, empfehlen wir folgende Schritte:

  • Ein reaktives bzw. positives Ergebnis bei einem HIV-Schnelltest bzw. -Selbsttest sollte durch einen ärztlichen Labortest bestätigt werden. Da die Tests sehr sensitiv sind, ist in sehr seltenen Fällen ein falsch-positives Ergebnis möglich. Gerne bieten wir nach einem positiven Ergebnis eine erste Beratung an und klären die nächsten Schritte ab.
  • Bei einem positiven HIV-Labortest stehen wir auf Wunsch beratend zur Seite. Wir bieten Gespräche an und können Fragen und Unsicherheiten abklären. Wir besprechen zudem gerne erste Schritte und geben Kontakte zu HIV-Schwerpunktärzt*innen hinaus. Wir empfehlen, zeitnah nach einem positiven Ergebnis eine ärztliche Beratung wahrzunehmen. Eine HIV-Infektion ist heute sehr gut mit Medikamenten behandelbar und beeinträchtigt das Leben von HIV-positiven Menschen kaum. Zum Ausbruch der Krankheit Aids kommt es bei medikamentöser Therapie nicht mehr.
  • Bei einem positiven Test auf Gonokokken oder Chlamydien sollte zeitnah ein Termin bei Ärzt*innen vereinbart werden. Beide Krankheiten verlaufen oft symptomlos oder mit leichten Symptomen wie Juckreiz oder Schmerzen beim Wasserlassen. In seltenen Fällen können aber Komplikationen auftreten. Beide Krankheiten sind mit Antibiotika gut heilbar.
  • Bei einem positiven Test auf Syphilis ist ein anschließender Termin bei Ärzt*innen wichtig. Die Krankheit kann in jedem Stadium geheilt werden, allerdings können in späten Stadien Organschäden auftreten. Syphilis wird in der Regel mit Penicillin-Spritzen behandelt.

Wir empfehlen stets die Überprüfung und Behandlung der jeweils positiv getesteten Infektionen mit Ärzt*innen. Im Falle eines positiven Tests regen wir gerne nächste Schritte an und stehen beratend zur Seite, falls dies gewünscht wird. Die Entscheidung zur Weiterbehandlung liegt jedoch bei jeder Person im Einzelnen.
Alle von uns angebotenen Tests gelten als zuverlässig und sind in Deutschland zugelassen. Sie erfüllen hohe Ansprüche an Sensitivität und Spezifizität. Bei sachgemäßer Anwendung und ausreichender Wartezeit nach Risikosituationen liefern die von uns angebotenen Tests sehr sichere Ergebnisse.

Trotzdem können in seltenen Fällen und abhängig von der jeweiligen Testart falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse entstehen. Bei den HIV-Schnelltests können beispielsweise sehr selten falsch-positive Ergebnisse auftreten. Beim Test auf Gonokokken/Chlamydien können falsche Ergebnisse durch Anwendungsfehler entstehen, z.B. wenn Tupfer mit den Fingern berührt werden.

Ein positives bzw. reaktives Ergebnis sollte immer ernst genommen werden. Wir empfehlen die anschließende ärztliche Beratung und Behandlung der Infektion oder Krankheit.

Wichtig! Ein negatives Testergebnis ist immer nur eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Testung. Insbesondere bei HIV-Tests sind die Wartezeiten zu möglichen Risikosituationen zu beachten, da die Tests sonst eine falsche Sicherheit vermitteln können.
Wir stellen keine Testnachweise aus. Wir bieten unsere Tests immer anonym an und erfassen aus diesem Grund keinerlei persönliche Daten. Insbesondere beim Schnelltest haben wir keine Möglichkeit einen Nachweis auszustellen. Im Einzelfall können Laborergebnisse (Ergebnisse des HIV-Labortests und des Tests auf Gonokokken/Chlamydien) zusammen mit einem Identifikationsnachweis (z.B. Ausweis) kopiert werden. Sprechen Sie dies am besten bereits bei der Anmeldung zum Test an.

Wo finde ich weitere Informationen?

Auf der Webseite der Deutschen Aidshilfe finden sich viele ausführliche Informationen zu HIV/Aids und anderen STIs. Dort gibt es aktuelle Hinweise über Infektionsrisiken, Krankheitsverläufe und Behandlungsmöglichkeiten.

Unser Team für Tests und Testberatung