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Gegen trans*feindliche Berichterstattung, für einen respektvollen und sachlichen Umgang miteinander

Den vollständigen Petitionstext und die Möglichkeit, zu unterschreiben, gibt es hier: innn.it/transmedienwatch

Auszüge aus dem Petitionstext findet ihr hier:

“Mit Besorgnis nehmen wir – Trans*-Organisationen und Unterstützer*innen – problematische Tendenzen in der aktuellen Berichterstattung wahr: Zunehmend werden Medienbeiträge veröffentlicht, in denen von „Trans* als Trend“, von angeblich unsicheren Frauenschutzräumen, von einer sogenannten “Trans*-Ideologie“ oder von „Mädchen, die keine Mädchen sein wollen” die Rede ist. Diese Berichterstattungen gehen soweit, die Existenz von trans* Personen zur Debatte oder sogar in Frage zu stellen. Sie schüren Ängste und Hass gegenüber trans* Personen, ihrer rechtlichen Anerkennung und gesellschaftlichen Gleichstellung, indem diese als „gefährlich“ für die Mehrheitsbevölkerung dargestellt werden. Gleichzeitig erfahren trans* Personen überproportional viel physische und psychische Gewalt.

Journalist*innen und Medien kommt eine besondere Verantwortung zu. Sie sind dem Pressekodex verpflichtet, und unterliegen der journalistischen Sorgfaltspflicht. Sie tragen zudem einen wichtigen Teil zur öffentlichen Meinungsbildung bei. Wir schätzen wert und nehmen als positiv wahr, dass einerseits immer mehr Journalist*innen ihre Kenntnisse zu Trans*-Themen ausbauen und Selbstvertretungen für Hintergrundgespräche, Interviews oder als Kommentator*innen anfragen. Doch zunehmend wird in Beiträgen ein verzerrtes und lückenhaftes Bild der vielfältigen Lebensrealitäten von trans* Menschen vermittelt, indem Bilder und Begrifflichkeiten von trans*feindlichen Bewegungen aufgegriffen werden. In der Darstellung von trans* Personen und auf trans* bezogene Themen mangelt es häufig an sorgfältiger Recherche und einer nuancierten Betrachtung der Diskriminierungen, mit denen trans* Personen konfrontiert sind. Unerwähnt bleibt z. B. die rechtlich, finanziell und sozial immer noch prekäre Lage von vielen trans* Menschen und ihre anhaltende [Psycho-]Pathologisierung. Wo es eine sachliche Auseinandersetzung und Aufklärung im Sinne einer demokratischen Gesellschaft und gleichgestellten Teilhabe bräuchte, tragen unkritisch übernommene Darstellungen zur Trans*feindlichkeit bei. Belegt ist, dass die Qualität der Berichterstattung zu Trans*-Themen die mediale Öffentlichkeit beeinflusst [Quelle: thehill.com].

Meinungsfreiheit ist ebenso wie die Würde des Menschen höchstes Gut für eine demokratische Gesellschaft. Sie umfasst allerdings nicht nachprüfbar unwahre Tatsachenbehauptungen und sie endet mit der Verletzung der Menschenwürde. Genau hier setzt die Verantwortung der Medien für eine tatsachenbasierte und menschenwürdige Berichterstattung ein. Deswegen appellieren wir an Medien, abwertende Meinungsäußerungen nicht unhinterfragt zu übernehmen. […]

Wir wollen trans*feindlicher Berichterstattung in Deutschland etwas entgegensetzen:

1. Wir fordern Einordnung und Ausgewogenheit.

2. Wir fordern eine respektvolle und menschenwürdige Berichterstattung, die Diskriminierung entgegenwirkt.

3. Wir fordern die Abbildung des aktuellen wissenschaftlichen Standes.

4. Wir fordern sachlich und fundierte Berichterstattung.

5. Wir fordern, dass Trans*- Selbstorganisationen verstärkt als kompetente Ansprechstellen genutzt werden.

6. Wir fordern, auch in den Medien Trans*feindlichkeit als Problem für eine demokratische Gesellschaft zu benennen.” […]

 

 

 

Ferienfreizeit von T*räumchen und equity* (Anmeldefrist bis zum 07.07.)

equity* und T*räumchen präsentieren:
Ferienfreizeit für trans*, nicht binäre und inter* Jugendliche und junge Erwachsene
15.8. – 19.8.2022 @ Zeltlagerplatz Stolle
Den Wunsch nach einer Ferienfreizeit für trans* Jugendliche haben wir vernommen – und wir lassen ihn wahr werden! equity* Göttingen und T*räumchen Kassel laden euch ein zur Ferienfreizeit für trans*, nicht binär und inter* zwischen 14 und 27.
Wir wollen auf dieser Ferienfreizeit einen Raum für Sonne, Spaß und gute Laune schaffen. 5 Tage lang lecker essen, quatschen und das Freibad nach Herzenslust und ohne Angst vor nervigen Blicken nutzen!
Und wir wollen auch ein bisschen über unseren Tellerrand schauen und neue Menschen kennenlernen, darum kooperieren equity* und T*räumchen, sodass sowohl Personen aus dem Raum Göttingen als auch aus dem Raum Kassel teilnehmen können.
Die Plätze sind begrenzt, also meldet euch schnell (spätestens bis zum 15.6.) an! Es gibt 15 Plätze für Menschen aus dem Raum Kassel/Hessen. Und 25 Plätze aus dem Raum Göttingen/Niedersachsen.
Am 15.8.2022 geht es los: Wir fahren auf die Stolle. Der Zeltlagerplatz Stolle liegt circa 20km von Göttingen entfernt. Es wird eine gemeinsame Anreise vom Bahnhof Göttingen geben.
Kosten 25€ (inkl. Übernachtung in Zelten/Ferienhäusern, Verpflegung und An-/Abreise ab Göttingen).
Anmeldung und Fragen Kassel/Hessen an: kontakt@traeumchen-kassel.de
Anmeldung und Fragen Göttingen/Niedersachsen an: info@equity-goettingen.de
Wir freuen uns auf euch!
 

Lesung: Von Sie. Zu Er. Zu Mir. von und mit Karu-Levin Grunwald-Delitz

Lesung und Gespräch

Wann: 11.06.2022, 17 Uhr
Wo: Aidshilfe Kassel in der  Motzstr. 1 34117 Kasse
Hygienemaßnahmen: tagesaktueller Test und Maske
Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Es ist er. Nicht sie.
Das ist verwirrend.
Ja, es ist. Er!
Unverständlich. Wieso denn bloß?
Keine Ahnung. Kann ich nicht erklären. Es ist ein Gefühl. Wohlfühlen.
Frei-Sein. Ich-Sein.

Die biografisch motivierten Texte des Autors* geben Einblicke in die Gefühls-
und Gedankenwelt eines transgeschlechtlichen Menschen.
Sie berichten vom Kampf um Anerkennung und der Freude am Ich-Sein.
Abseits von Geschlechterstereotypen, plädieren sie für das Finden der eigenen Identität.
Karu-Levin Grunwald-Delitz ist Autor*, Schreib*- und Theaterpädagoge*.
In seinen Texten und auf der Bühne lässt er* Stimmen zu Wort kommen, die
im Alltag wenig Platz finden. Er* liest aus seinem Buch „Von sie. Zu er. Zu mir“,
erschienen bei Edition Assemblage.
 

Neues zu HIV, Therapiestrategien, CROI und Neues zu Corona

Ort: Aids-Hilfe Kassel
Datum & Uhrzeit: 09.06.2022
18- ca. 20 Uhr

Referent: Siegfried Schwarze
Moderation: Annette Piecha

 

Die letzten zwei Jahre haben wir uns sehr viel mit dem Corona beschäftigen müssen. Aber auch zu HIV gibt es Neues zu berichten.
In diesem Workshop geht es daher um ein Update zu Neuigkeiten rund um HIV und die HIV-Therapie, ebenso können aktuelle Fragen zu Corona besprochen werden.

Es wird die Möglichkeit geben, dass ihr eure konkreten Fragen einbringen könnt.

Mögliche Themen können sein (je nach Interesse der Teilnehmenden):

  • Neue Therapiestrategien bei HIV: Neue Wirkstoffe, Zweifachkombinationen, Depotspritze – und was kommt danach?
  • Was tun bei neuen Nebenwirkungen, bei Gewichtszunahme oder Schlafstörungen?
  • Wie geht es weiter mit Corona? Brauchen wir weitere Impfungen? Wie ist das Risiko für
  • Menschen mit HIV?
  • Warum ging das mit der Impfung bei Corona so schnell und bei HIV warten wir seit 40 Jahren darauf? Wie sieht es in Zukunft aus?
  • Wo bleibt die Heilung von HIV?

Der Workshop findet in der Aids-Hilfe Kassel statt. Es gibt Getränke und ein paar Snacks. Du kannst dich anmelden, indem du eine Mail an barbara.passolt@kassel.aidshilfe.de schickst. Gerne kannst du dich auch telefonisch melden unter 0561/97975915 oder 01590/ 46 97 544.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

 

 

 

 

 

POSITIVER RAUM wird ermöglicht durch einen Finanzierungspool
der drei forschenden Arzneimittelhersteller (in alphabetischer Reihenfolge):
Gilead Sciences GmbH; MSD Sharp & Dohme GmbH; ViiV Healthcare
 

Требуется помощь волонтеров!

Вы ВИЧ-инфицированы и нуждаетесь в лекарствах? Вы принадлежите к ЛГБТ сообществу и нуждаетесь в поддержке? Вы зависимы от наркотиков и нуждаетесь в метадоновой терапии? Мы будем рады проконсультировать вас. Свяжитесь с нами: info@kassel.aidshilfe.de

 

Neudivergenz und Transexklusivität in queeren Räumen

Das LSBT*IQ Netzwerk und Slin e.V. laden herzlich zum interaktiven Vortrag mit Fluff von Minzgespinst ein!

Der Vortrag unternimmt eine inhaltliche und historische Reise durch queere Räume, mit Schwerpunkt aus LesbenFrauen und FLINTA Räumen. Dabei werden Verschränkungen zwischen Transmisogynie, Transfeindlichkeit und Neurodivergenz betrachtet und Lösungsmöglichkeiten für heutige Konflikte aufgezeigt.

 

Raus aus der (Selbst-)Stigmatisierungsfalle

Wo: Aidshilfe Kassel

Wann: 20.04., 18-20 Uhr

Referent: Matthias Kuske

Moderation: Annette Piecha

 

Die Ergebnisse von „positive stimmen 2.0“ haben noch einmal deutlich gezeigt, wie sehr Menschen mit HIV heute unter Diskriminierung und verinnerlichter Stigmatisierung leiden. Wie können wir uns im Umgang mit Diskriminierung stärken? Wie können wir uns selbst empowern? An diesem Abend soll es um Tipps und Ideen gehen, wie wir in Zukunft besser in konkreten Situationen mit Ausgrenzung umgehen können.

 

Matthias Kuske, 52, aus Berlin, arbeitet seit fast 30 Jahren im HIV-Kontext in vielfältigen Projekten, zuletzt als Koordinator des partizipativen Forschungsprojekts „positive stimmen 2.0“. Er ist HIV-Aktivist und arbeitet aktuell freiberuflich als agiler Lernbegleiter (Trainer), Mediator, Moderator, Datenschutzbeauftragter und Projektmanager.

 

Annette Piecha ,53, aus der Nähe von Frankfurt. Seit über 30 Jahren Beraterin, Projektleiterin und Entwicklerin, Referentin und Aktivistin im Bereich HIV und Hepatitis C sowie Hämophilie, „HIV&Frauen“ und geschlechtsspezifischer Therapie-Thematiken, Aufklärung und Gesundheitsförderung und Antistigmatisierung, Aktiv in der Selbsthilfe.

 

Der Workshop findet in der Aids-Hilfe Kassel statt. Es gibt Getränke und ein paar Snacks.

Du kannst dich anmelden, indem du eine Mail an barbara.passolt@kassel.aidshilfe.de schickst.

Gerne kannst du dich auch telefonisch melden unter 0561/97975915 oder 01590/ 46 97 544.

 

Ich kenne Eine*n!

Das LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen lädt am 09.03.2022 von 19-21 Uhr herzlich ein zum Kurzvortragsabend über Erfahrungen mit Tokenism.

Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Anmeldungen an: suse.umscheid@lsbtiq-nordhessen.net

Von Quotenfrauen, Quotenqueers und Quoten-BiPoC ist so oft die Rede, wenn es um Gleichstellung geht. Dabei wird die Existenz einer Person als Beweis genommen, dass Gleichstellung bereits erreicht sei. Dieses Phänomen heißt Tokenism.

In dieser Veranstaltung möchten wir den Raum öffnen, dasss Personen Erfahrungen teilen, bei denen sie schonmal zum Token (Spielstein, zur Marionette) gemacht wurden. Im Anschluss zu den Vorträgen gibt es die Möglichkeit zum Austausch unter den Zuhörenden.

Mit Beiträgen von u.a. Felicia Ewert, Bendix und Marco Linguri