Traumhafter Minijob

Zur Verstärkung unseres queeren bzw. trans* Jugendprojekts suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Mitarbeiter*in für 7,5h / Woche auf Minijob-Basis.

„T*räumchen Kassel – Raum für junge Queers“ ist ein Projekt der AIDS-Hilfe Kassel.

Ziel und Inhalt des Projekt ist es, einen Raum für Begegnung und Empowerment für junge Queers, insbesondere trans*, nicht-binäre und gendernonkonforme Personen bis 27 Jahren sowie deren An- und Zugehörige in Kassel und Umgebung zu schaffen.

T*räumchen Kassel setzt sich u. a. durch Beratungsangebote, Gruppentreffs, Aufklärungs- und Sensibilisierungsworkshops dafür ein, dass junge Menschen ihre geschlechtliche Identität selbstbestimmt leben können.

 

Deine Kernaufgaben sind:

  • Gestaltung des Internet- und Social Media Auftritts
  • Netzwerktätigkeiten
  • Begleitung unserer weiteren Angebote (u. a. psychosoziale Beratung, Gruppentreffs, Sensibilisierungs- und Aufklärungsworkshops)

 

Wir wünschen uns von dir:

  • fundiertes Wissen um queere Lebenswelten (bestenfalls Zugehörigkeit zur LSBT*IQ-Community bzw. Erfahrungswissen im Bereich trans*, inter* und/oder nicht-binär)
  • queerfeministische und intersektionale Perspektive
  • eine hohe Identifikation mit den Zielen des Projekts sowie den Arbeitsinhalten
  • Kommunikationsfähigkeiten, auch bzgl. gendergerechter bzw. trans*-sensibler Sprache
  • Erfahrungen in der (Beratungs-) Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wären super

 

Wir bieten Dir eine sinnhafte und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem jungen, für drei Jahre bewilligten Projekt. Deine Arbeitszeiten sind flexibel und Du hast die Möglichkeit, Deine Arbeitsinhalte aktiv mitzugestalten. Selbstverständlich bieten wir kollegialen Fachaustausch, Supervision und Fortbildungen.

Arbeitsort ist die AIDS-Hilfe Kassel; Home Office ist jedoch teilweise möglich. Eine Aufstockung der Wochenstunden ist u.U. denkbar.

Du hast Fragen oder möchtest Dich direkt bewerben? Sende uns eine Mail an: kontakt@traeumchen-kassel.de

Mehr zum Projekt erfährst Du hier: https://traeumchen-kassel.de/

 

Einladung: Radical Softness – Verletzlichkeit_en annehmen

Workshop am 04.10.2020 von 14:00-18:00 Uhr

Organisiert von qrew Kassel und Netzwerk LSBT*IQ Nordhessen

Radical Softness steht für die Idee, offener mit schweren Gefühlen und Verletzlichkeiten umzugehen. Inspiriert von der Künstler_in Lora Mathis‘ wollen wir uns in diesem Workshop den Ideen von Radical Softness nähern. Dabei werden Verbindungen zu queeren, feministischen und psychiatriekritischen Strömungen gezogen. Es wird die Möglichkeit geben, sich gemeinsam darüber austauschen, was wir jeweils persönlich mit Radical Softness verbinden und welche Aspekte wir gern mal im Alltag ausprobieren möchten. Egal ob du zum ersten Mal von Radical Softness hörst oder du seit längerem darüber nachdenkst, bist du herzlich eingeladen vorbeizukommen.

Über die Referent_in: Kalle Hümpfner arbeitet seit 2016 bei life’s a beach zu Gefühlen, Self-Care, Anti-Diskriminierung und geschlechtlicher Vielfalt. Radical Softness begleitet Kalle mittlerweile als Workshop-Thema seit bald drei Jahren. Dennoch wird der Austausch für Kalle dazu nie langweilig, da immer wieder neue Fragen, Anliegen und Perspektiven auftauchen. Kalle ist nicht-binär trans und lebt in Berlin.

Anmeldung: Die Anzahl der Teilnehmer*innen an dem Workshop ist begrenzt. Für die Teilnahme an dem Workshop bitten wir dich, dich vorher anzumelden. Für die Anmeldung oder Fragen schreib eine E-Mail an: queerkassel@riseup.net

Ausführliche Infos: http://qrew.blogsport.eu/

 

Queerfilm Kassel 2020: Deckname Jenny + anschließendes Gespräch mit der Regisseur*in

Das Projekt Queerfilm Kassel ist zurück aus der Covid-19-bedingten Zwangspause. Um die Rückkehr gebührend zu feiern, hat sich das Team etwas Besonderes ausgedacht. Am 16. September wird die Vorstellung von „Deckname Jenny“ von einem anschließendem Filmgespräch begleitet. Zu Gast ist die Regisseur*in Samira Fansa. Glücklicherweise darf der Queerfilm ausnahmsweise im Großen Bali stattfinden, sodass 80 Personen teilnehmen können. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn ihr die Filmladen l Bali l Gloria  – Kinos und auch das Projekt mit einer Spenden unterstützen könntet. Queerfilm ist angetreten, um die Sichtbarkeit von LSBT*IQA+ zu erhöhen und um einen Raum zu schaffen, in der queerfeministische Themen verhandelt werden. Die Pandemie hat QF viele Wochen dabei ausgebremst, nun will das Team engagiert weiter arbeiten.

In dem Film Deckname Jenny geht es um queeren Aktivismus, Antifaschismus, Gewalt, Protest, Anarchie, Politik, Liebe, Begehren  – wir sind sehr gespannt:

Nähere Infos zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1272958199743752/

 

Grundlagenschulung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt 2020

Die Grundlagenschulung „Queer(Einstieg)“ ist eine Veranstaltung der Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit“ und findet in Kooperation mit dem LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen und dem Jugendbildungswerk Landkreis Kassel statt.

Queere Jugendliche haben mit besonderen Herausforderungen umzugehen, da sie einer heterosexuellen Norm nicht entsprechen und hierdurch erhöhtem sozialen Druck ausgesetzt sind. Die Jugendarbeit sollte daher die speziellen Bedarfe dieser Jugendlichen kennen, um sie adäquat in ihrer Coming-out Phase unterstützen und bei der Entwicklung ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität begleiten zu können.
Die Grundlagenschulung „Queer(Einstieg)“ der Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit“ findet in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk des Landkreises Kassel und dem LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen statt. Die Grundlagenschulung soll ehrenamtliche Jugendleiter_innen, Vorstandsmitglieder, Multiplikator_innen und Hauptamtliche aus der Jugendarbeit durch die Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenzen bei der Öffnung der Jugendarbeit im Hinblick auf queere Jugendliche unterstützen. Es sollen so bestehende Hürden, die schwulen, lesbischen, bisexuellen und trans* Jugendlichen die Teilhabe an den Angeboten der Jugendarbeit erschweren, abgebaut werden. Hierzu werden verschiedene Themen und Perspektiven behandelt.
Die Schulungen finden an zwei Terminen statt, können alle einzeln besucht werden und sind kostenlos.

Am 16. September & 3. November. Alle weiteren Infos können dem Flyer entnommen werden.

Der Flyer kann hier eingesehen werden.

 

CSDezentral 2020: Aidshilfe-to-go

Motto: Sichtbar & Selbstbestimmt

Am 29. August feiern wir den CSD 2020. Ein CSD ohne Demo, ohne Straßenfest? Das ist auch für uns ungewohnt, dennoch wollen wir uns gemeinsam mit euch für die Rechte von LSBT*IQA+ einsetzen. Die diesjährige Pride findet unter dem Motto „Colour the streets – Vielfalt sichtbar machen“ statt, das Orgabündnis hat die Community aufgefordert dezentral und digital tätig zu werden.

Alle Aktivitäten seht ihr hier: tiny.cc/csdezentral

Wir freuen uns auf den #csdezentral, schmücken unsere Geschäftsstelle mit Bannern und Fahnen, und öffnen unsere Pforten für die Aktion #AidshilfeToGo. Unsere Kolleg*innen freuen sich auf euren Besuch.

  • Wir spendieren gratis HIV-Selbsttests, die ihr in Begleitung von unseren erfahrenen Sozialarbeiter*innen vor Ort durchführen könnt (solange der Vorrat reicht)
  • Vielleicht habt ihr schon von unserem Regenbogen-Community-Masken gehört? In Kooperation mit der Hannchen Mehrzweck Stiftung nähen Künstler*innen für uns hübsche Behelfsmasken. Am CSD-Tag präsentieren wir euch unsere beliebtesten und kreativsten Modelle in einer Vernissage. Die Kunstwerke dürft ihr dann natürlich gerne mitnehmen.

 

  • Zur Feier des Tages schenken wir euch eine „Love-Bag“ mit allerlei Infomaterialien und Präsenten

Als Kooperationspartner*in konnten wir ICH WEISS WAS ICH TU gewinnen. IWWIT ist die schwule Präventionskampagne der Deutschen AIDS-Hilfe. Auf unserer Facebook-Seite werden wir in der CSD-Woche zwei Videobeiträge der Kolleg*innen posten.

Darüber hinaus freuen wir uns darauf mit euch ins Gespräch zu kommen. Sei es über queere Themen oder über unsere sonstigen Arbeitsbereiche in der Aidshilfe.

Unsere COVID-19-Hygienemaßnahmen gelten und müssen natürlich beachtet werden.

 

 

Veranstaltungsreihe: „Hinter den Buchstaben“ des LSBT*IQ Netzwerks Nordhessen

23.07.2020

Hinter den Buchstaben: L mit Constance Ohms

Konfliktdynamiken in cis-, trans*lesbischen, bisexuellen, nicht-binären oder queeren Beziehungssystemen

Nach wie vor werden gewalttätige Konfliktdynamiken in LSBT*IQ Beziehungssystemen (von der 2er Beziehung bis hin zu Mehrfachbeziehungen) verschwiegen oder tabuisiert. Dabei spielt die Vermeidung einer Verstärkung negativer Bilder über queere Menschen eine ebenso große Rolle wie verinnerlichte Homo- oder Trans*negativität, die oftmals eine Selbstabwertung beinhaltet, es „nicht anders verdient“ zu haben. Es wird davon ausgegangen, dass jede 3. bis 4. cis-lesbische oder cis-schwule Beziehung gewaltförmige
Beziehungsmuster hat, bisexuelle Frauen sind in besonderem Maß von Gewalt durch ihren männlichen Partner betroffen, ebenso gibt es sehr hohes, aber wenig erforschtes Vorkommen von Gewalt gegen trans* Frauen. Meist wird dabei die 2er Beziehung beleuchtet, es gibt keine Forschung zu Gewalt in queeren oder nicht-binären Beziehungssystemen. Der Vortrag möchte auf das tabuisierte Thema aufmerksam machen und zudem aus der Beratungsarbeit der Beratungsstelle gewaltfreileben berichten.

Constance Ohms ist promovierte Soziologin und befasst sich sozialwissenschaftlich mit Marginalisierungsprozessen und den sich daraus ergebenden spezifischen Verletzbarkeiten, aber auch den Potentialen psychischer Widerstandsfähigkeit. Zudem leitet sie die Fachberatungsstelle gewaltfreileben, die sich an Frauen*, Lesben, Trans* und queere Menschen richtet, die Unterstützung in der Bewältigung psychischer Herausforderungen benötigen. Sie hat eine mehrjährige Fortbildung als Therapeut*in (DGSF) und Systemische Berater*in abgeschlossen und ergänzt die Tätigkeit in der Beratungsstelle durch ihre freiberufliche therapeutische Arbeit.

Diese Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe
„Hinter den Buchstaben“ des LSBT*IQ Netzwerks Nordhessen.
Dieser Vortrag ist eine Kooperation mit dem LSBT*IQ Netzwerk Rhein-Main.

03.08.2020

Hinter den Buchstaben: S mit Muriel Aichberger

Verlacht, verfolgt, verurteilt – Paragraph 175 im Wandel der Zeit

Die Geschichte der Emanzipation von Schwulen und Lesben lässt sich auf vielfältige Weise erzählen. In diesem Vortrag wenden wir uns dem §175 zu, der vor allem homosexuelle Männer fast 150 Jahre lang kriminalisierte und den rechtlichen Rahmen für Diskriminierung, Verfolgung und Verurteilung lieferte. Allerdings bildete das Gesetz nicht nur die Grundlage für das Leid tausender Menschen, sondern war gleichzeitig der Motor für eine der ersten politisch-sozialen Emanzipationsbewegungen der Menschheitsgeschichte. Wie diese Geschichte erzählt werden kann, welche Protagonist*innen eine Rolle spielten und wie sich der § 175 über die Zeit veränderte und bis heute unsere Geschichte und den Umgang mit Homosexualität in Deutschland prägt, darauf werfen wir einen bewussten, kritischen und neugierigen Blick.

Muriel Aichberger ist Sozial-, Kunst- und Medienwissenschaftler mit Schwerpunkt Equality, Diversity und Inklusion. Er möchte sein Wissen zur Verfügung stellen, um gemeinsam einen optimalen Pfad in die Zukunft zu gestalten. Bei seiner Arbeit legt Muriel Wert auf Information und Umsicht ohne den Anspruch den einen „richtigen Weg“ zu kennen. Er legt Optionen auf den Tisch und so wird es möglich bewusst Ziele zu formulieren und vollumfänglich informierte Entscheidungen über Maßnahmen und Entwicklungsschritte zu treffen. Ziel ist dabei immer die Optimierung von Lern-, Arbeits- und Lebenssituationen, die Sensibilisierung aller im Umgang miteinander und so mehr Lebensfreude, Kreativität und Produktivität.

17.08.2020

Hinter den Buchstaben: B  mit Susanne Umscheid

Ein bisschen bi sieht man nie – zwischen Unsichtbarkeit und Übersexualisierung

Obwohl Bisexualität oft im Rahmen von Binsenweisheiten Sichtbarkeit erfährt, sieht die tatsächliche Lebensrealität vieler bisexueller Personen anders aus. Zwischen Vorurteilen gefangen sind Bisexuelle, sowie weitere nicht-mono-sexuelle Personen, mit Anfeindungen und Unsichtbarmachung konfrontiert. Diskriminierungen erfahren sie nicht nur durch heterosexuelle, sondern oft auch homosexuelle Personenkreise.
Der Vortrag widmet sich der Beschreibung und Verbalisierung dieser Diskriminierungsformen und -mechanismen und beleuchtet das Spannungsfeld in dem sich nicht-monosexuelle Personen täglich bewegen (müssen).

Susanne Umscheid ist ehrenamtlich bei SCHLAU Kassel als Koordinatorin und Teamerin aktiv, studierte Produktdesignerin mit dem Schwerpunkt Gender & Design und arbeitet hauptamtlich als Koordinatorin beim LSBT*IQ-Netzwerk Nordhessen.

03.09.2020

Hinter den Buchstaben: T mit Luis*a Kriener#

Trans* mit mir
Warum muss ich mich in letzter Zeit immer häufiger als cis Mensch benennen lassen? Und was bedeutet das eigentlich?
Der Vortrag soll einen Einstieg in das Thema trans* geben und welche Rolle cis Menschen (Menschen, die sich mit dem bei ihrer Geburt zugeordneten Geschlecht wohlfühlen) dabei spielen. Es soll ein Überblick darüber gegeben werden, welche Diskriminierungen trans* Menschen im Alltag erfahren und wie cis Menschen diese abbauen und Unterstützung anbieten können.

Dieser Vortrag richtet sich in erster Linie an cis Menschen.

Luis*a Kriener begann 2013 bei SCHLAU aktiv zu sein und sich für trans* und queere Themen einzusetzen, damals noch in NRW. Mittlerweile in Kassel gelandet, ist Luis*a bei SCHLAU Kassel aktiv und nun auch Teil des LSBT*IQ Netzwerks Nordhessen.

23.09.2020

Hinter den Buchstaben: I mit Charlotte Wunn

Intergeschlechtlichkeit –mehr als der Personenstand „divers“
Im Vortrag werden, nach einer kurzen Einführung ins Thema, verschiedene Aspekte betrachtet, die das Leben von intergeschlechtlich geborenen Menschen in Deutschland positiv wie negativ beeinflussen. Es wird unter anderem auf das aktuelle Personenstandsrecht und die medizinische Versorgung Bezug genommen. Abschließend wird erklärt, welche Dinge intergeschlechtliche Menschen gerne ändern würden.

Charlotte Wunn engagiert sich seit ungefähr zwei Jahren für die Rechte von intergeschlechtlichen Menschen, u.a. bei Intersexuelle Menschen e.V.. Charlotte ist in einer dörflichen Umgebung aufgewachsen, wohnt und arbeitet aber mittlerweile in Berlin. Sie bevorzugt die weiblichen Personalpronomen.

08.10.2020

Hinter den Buchstaben: Q mit Balthazar Bender

Queere Wörter – Schirmbegriffe, Microlabels und die Frage nach dem ′Buchstabensalat′
LSBATTIQP*+ – bitte was?! Wer nicht Teil der queeren Community ist, wird schnell überfordert von diesen vielen verschiedenen Buchstaben und ihren Bedeutungen. Aber auch innerhalb von queeren Kreisen gibt es Debatten darüber, welche Labels wir brauchen und nutzen sollten. In diesem Vortrag möchte ich einen kleinen Überblick über den ‚Buchstabensalat‘ geben und im gemeinsamen Gespräch über die Vor- und Nachteile von kleinteiligen Labels und Überbegriffen reden.

Balthazar Bender ist queere*r Aktivist*in und studiert in Freiburg im Master Gender Studies. Es hält Vorträge und Workshops zu Themen wie A_sexualität, trans und nicht-
binäre Identität, queere Repräsentation in den Medien und Diskriminierung. Seit 2013 arbeitet es im Team des Queer Lexikon, einer online-Anlaufstelle für queere Jugendliche.

Über die Reihe:

LSBT*IQ. Das Akronym, die Buchstabensuppe oder der Buchstabensalat, das Alphabet, der Zungenbrecher. Oft ist der Begriff selbst so komplex, dass sich kaum damit auseinandergesetzt wird, wer hinter diesen Buchstaben eigentlich steht: Reale Personen, Biografien, Diskriminierungserfahrungen und Kämpfe um Gleichstellung und Anerkennung.

Deshalb widmet sich das LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen in Kooperation mit den LSBT*IQ Netzwerken Rhein-Main und Südhessen im Sommer und Herbst 2020 dem Hintergrund dieser Buchstabenfolge mit einer digitalen Vortragsreihe. Die Themen der Vorträge bewegen sich zwischen Geschichtsbeleuchtung und aktuellen Kämpfen, zwischen Unsichtbarkeiten und Auf- und Erklärung.

 

Im Anschluss an alle Vorträge sind Fragerunden und Möglichkeiten zum Austausch geplant. Die Veranstaltungen werden moderiert. Alle Vorträge finden online und in deutscher Lautsprache statt. Im Anschluss an die Vorträge gibt es Raum für Austausch und Diskussion. Um Voranmeldung wird gebeten unter info@lsbtiq-nordhessen.net. Zugangsdaten zu den jeweiligen Veranstaltungen werden gesammelt am Tag des Vortrags an angemeldete Personen verschickt.

 

 

 

 

 

Offener HIV-Testabend

Liebe Besucher*innen,
da wir unser übliches Schnelltest-Angebot ohne Anmeldung aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin nicht durchführen können, bieten wir an jedem ersten Dienstag im Monat von 17:00 bis 19:00 Uhr die Gelegenheit, einen Selbsttest mit Beratung und Begleitung bei uns durchzuführen. Auch ein Schnelltest auf HIV und/oder auf Syphilis, der von uns durchgeführt wird, ist momentan wieder in sehr begrenzter Anzahl zu dieser Zeit möglich, für beide Tests bitten wir um vorherige Anmeldung.
Der nächste Termin ist am 1.  September.
Der Selbsttest funktioniert genauso wie der Schnelltest mit einem Tropfen Blut aus der Fingerkuppe und liefert 12 Wochen nach der Risikosituation ein zuverlässiges Ergebnis. Der Unterschied besteht darin, dass ihr ihn durchführt und euch selbst in den Finger stecht.
Wir beraten euch vorab und begleiten, sofern gewünscht, auch bei der Durchführung.
Um die momentan geltenden Hygienevorschriften optimal einhalten zu können, bitten wir unbedingt um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer: 0561/97975910
Nach Absprache sind auch andere Terminvereinbarungen möglich.
Selbstkostenanteil: 18,00€
 

Dein Feedback zählt!

Menschen mit HIV erleben in ihrem Alltag regelmäßig Diskriminierung: im Gesundheitswesen, im Job oder bei Freund*innen und Familie, …

Erzähl‘ uns von deinen Erfahrungen! ‚positive stimmen 2.0‘ ist die Onlineumfrage des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) und der Deutschen Aidshilfe (DAH) zu Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV. Ziel des Projekts ist es, auf Grundlage eurer Diskriminierungserfahrungen konkrete Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu entwickeln. Hilf‘ uns dabei und mach mit auf onlineumfrage.positive-stimmen.de

 

CSD Kassel 2020 Pressemitteilung Juni 2020 „Colour the streets – Vielfalt sichtbar machen“

CSD KASSEL 2020 Pressemitteilung Juni 2020 „COLOUR THE STREETS – VIELFALT SICHTBAR MACHEN“

Fast schon prophetisch wirkt die Entscheidung für das diesjährige Motto des Christoper-Street-Days, welche das Planungsteam im Januar getroffen hat: „Colour the streets – Vielfalt sichtbar machen.“ Passt es doch so gut zur aktuellen Situation, in der die Sichtbarkeit von Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queere Personen stark eingeschränkt ist: Eine Großdemo zum CSD Kassel, wie im letzten Jahr, wird es aufgrund der notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens leider nicht geben können. Das Straßenfest ist abgesagt, nicht jedoch unser gemeinsamer Einsatz für mehr Akzeptanz und Vielfalt. Besonders in Krisenzeiten sollten wir einander unterstützen! Für den 29. August ist dennoch ein CSD Aktionstag in Kassel geplant.

Der CSD Kassel 2020 wird digital und dezentral stattfinden. Am 29. August wird queeres Leben (trotz Corona) sichtbar gemacht und deutlich gemacht, wofür die Communities stehen. Auf kreative und ungewöhnliche Weise, in ganz Kassel und Nordhessen, werden die Communities mit ihren Unterstützer*innen diesen Tag gestalten. Die Beiträge können vor der eigenen Haustür, an öffentlichen Orten oder im digitalen Raum stattfinden. Künstlerische, politische oder unterhaltsame Aktionen können unter der Wahrung von Abstands-und Hygieneregeln eigenverantwortlich durchführt werden. Von einem Dance-In, über Gesang auf dem Balkon oder einem Infostand bis hin zu einem selbstgedrehten Video sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.  Personen und Gruppen mit Ideen können beim CSD-Team Unterstützung zur Realisierung finden. Wir freuen uns auf Ideen und Aktionen!

Die COVID-19 Pandemie war und ist eine besondere Herausforderung. Sie trifft uns alle, aber eben nicht alle gleich. Besonders Queers, die zu Risikogruppen gehören, sind von Einsamkeit bedroht und auf mehr Unterstützung angewiesen. Kinder und Jugendliche mussten hingegen mehr Zeit Zuhause verbringen, mit Eltern, Bezugspersonen und Geschwistern, die oftmals von der geschlechtlichen oder sexuellen Identität nichts wissen oder diese sogar ablehnen. Soziale Ungleichheit, Existenzängste und die Unsichtbarkeit von LSBT*IQA+ Personen werden durch die Krise verstärkt. Diese Aspekte betreffen maßgeblich ältere und/oder immobile Queers. Freund*innen und Wahlfamilien können nur sehr eingeschränkt besucht werden, Treffen und Veranstaltungen fallen aus, Partys können nicht mehr stattfinden. Es fehlt an Begegnung, gemeinsamer Sichtbarkeit und an körperliche Nähe.

Diese Grundsituation verschärft sich zudem durch neue LSBT*IQA+-feindliche Gesetze in europäischen Ländern, so wie eine Zunahme an Hassverbrechen gegen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Ebenso wie heterosexuelle Personen of Colour sind auch LSBT*IQA+ Personen of Colour von bestehendem und zunehmendem Rassismus sowie Polizeigewalt betroffen. Kurz um, es gibt viele Gründe, um gemeinsame für eine buntere Welt auf die Straße zu gehen. Ein gemeinsamer digitaler Abschluss am Abend des CSDs am 29.08.2020 selbst, rundet das Konzept ab.

Ein digitales Vorbereitungstreffen ist für Mittwoch, den 01.07.2020 um 19 Uhr geplant. UM ANMELDUNG WIRD BIS ZUM 29.06.2020 AN INFO@LSBTIQ-NORDHESSEN.NET GEBETEN.

ABOUT Im Jahr 2019 haben ca. 1300 Personen an der Parade teilgenommen. Sie sind auf die Straße gegangen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Ein toller Erfolg für das damals neu gegründete Bündnis aus Gruppen und Initiativen der Kasseler und Nordhessischen Queeren Szene. Die diesjährige Koordination übernimmt die Jugendgruppe Queer & Young, mit Unterstützung des Netzwerks LSBT*IQ Nordhessen, ein queeres Projekt der Aids-Hilfe Kassels und des Arbeitskreises Gemeindenahe Gesundheitsversorgung (AKGG). Die Organisationsgruppe des CSD ist fast vollständig ehrenamtlich und freut sich immer über Zuwachs!

KONTAKT https://www.facebook.com/kasselpride/ Instagram: csdkassel info@lsbtiq-nordhessen.net Pressekontakt: LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen Namen Niklas Gudorf/ Suse Umscheid E-Mail info@lsbtiq-nordhessen.net Telefon 0561/97975922

Hier geht´s zum PDF: Pressemitteilung CSD Kassel 2020