Unser Programm zum Welt-Aids-Tag 2020

Dieses Jahr hielt uns noch ein weiteres Virus in Atem: Neben HIV beschäftigte uns vor allem das „neue“ Coronavirus.
Von beiden Viren gibt es viel Neues zu berichten: Bei HIV sind es vor allem Daten von der diesjährigen Retrovirus-Conference (CROI) und der Welt-Aids-Konferenz.
Zu Corona gibt es praktisch täglich Neuigkeiten. Diese wollen wir und ansehen und besonders im Hinblick auf die Bedeutung für Menschen mit HIV einordnen.
Wir beleuchten und bewerten die aktuellen Entwicklungen und wagen ein paar Prognosen, wie es nächstes Jahr weitergehen wird.
Referent: Siegfried Schwarze
Anmeldungen und Rückfragen gerne an barbara.passolt@kassel.aidshilfe.de
Die Verantaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Wir nutzen die Plattform Zoom und senden dir vorab die Zugangsdaten zu. Du kannst selbst entscheiden, ob du mit oder ohne Kamera teilnehmen möchtest. Die Einwahl per Telefon ist ebenfalls möglich.
Mit freundlicher Unterstützung durch eine Spende der Firma Gilead Sciences GmbH

Der Welt-Aids-Tag ist der internationale Aktionstag rund um HIV und Aids.
In den letzten Jahren haben wir meistens große Events geplant oder sind mit einer eigenen Straßenbahn durch die Kasseler Innenstadt gefahren. In diesem Jahr müssen wir uns etwas beschränken. Dennoch wollen wir neben einer digitalen Veranstaltungsreihe auch ein besonderes Testangebot an den Start bringen:
Am 1.12. ist der HIV-Schnelltest bei uns kostenlos. Ihr könnt euch zwischen 15-19 Uhr bei uns testen lassen. Unsere Mitarbeitende werden euch vorab, wie gewohnt, beraten.
Aufgrund unser Covid19-Hygienerichtlinien müssen wir euch bitten euch vorab für einen Text anzumelden: 0561/97 97 59 10
Ihr erhaltet einen festen Termin. Euren Namen müsst ihr natürlich nicht verraten, der Test bleibt anonym.
Zudem gibt es eine limitierte Anzahl von Gratis-HIV-Selbsttest, die wir euch mitgeben können. Demnach auch eine Alternative für all jene, die aufgrund der derzeitigen Infektionslage nicht gerne unsere Geschäftsstelle betreten möchten. Nützliche Infos & Give-Aways gibt es für alle Besucher*innen.

Trans Personen können hetero, bi, lesbisch, pan, schwul, queer sein! Sie haben Sex und gehen dabei mögliche Risiken wie jede andere Person ein. Doch leider bestehen sowohl innerhalb der Community, als aber auch bei der Behandlung und Prävention von HIV und anderen STIs bei trans Menschen große Wissenslücken. Schwule trans Männer? Lesbische trans Frauen? Und jene, bei denen das Geschlecht des Gegenübers gar keine Rolle spielt?
Unwissen über trans Köper, deren (sexuellen) Lebensweisen und dem Umgang mit geschlechtlich vielfältigen Menschen rufen häufig Unsicherheiten auf Seiten des medizinischen Personals hervor, die leider auch gepaart mit gezielter Diskriminierung einhergehen kann. All das führt dazu, dass benötigte Hilfe häufig nicht erhalten oder überhaupt gar nicht erst in Anspruch genommen wird.
Dieser Vortrag thematisiert nicht nur jene gesteigerten Risiken und die strukturellen Ausschlussmechanismen gegenüber trans Personen im medizinischen Bereich, sondern lässt auch in die persönlichen Erfahrungen von Max (trans Person aus Berlin) in der schwulen Szene blicken. Es erwartet euch ein bunter Abend aus wichtigen Informationen zur Prävention und Behandlung von HIV und anderen STIs in trans Communities, gepaart mit persönlichen Geschichten, wie man sich als trans Person durch die (cis) schwule Welt navigieren kann.
Max Nicolai Appenroth ist Doktorand am Institut für Public Health der Charité Universitätsmedizin Berlin und einer der Herausgeber_innen des Sammelbandes „Trans & Care – Trans Personen zwischen Selbstsorge, Fürsorge und Versorgung“. Seit Oktober 2019 koordiniert er die Arbeitsgruppe zu Trans Men & HIV bei der internationalen Organisation GATE und bietet Workshops und Seminare zu den Themen Gender, Geschlecht und Sexualität an. Mehr Infos: max-appenroth.com
Anmeldungen und Rückfragen gerne an kontakt@transberatung-kassel.de
Die Verantaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Wir nutzen die Plattform Zoom und senden dir vorab die Zugangsdaten zu. Du kannst selbst entscheiden, ob du mit oder ohne Kamera teilnehmen möchtest. Die Einwahl per Telefon ist ebenfalls möglich.
Der Vortrag ist eine Kooperation der Trans*beratung & des schwulen* Büros der Aidshilfe Kassel mit wunderbarer Unterstützung von
Hessen ist geil! http://hessen-ist-geil.de/

Der neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat das soziale Miteinander, die individuelle Lebensführung und die öffentliche Gesundheitsfürsorge in kurzer Zeit grundlegend verändert. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis der Körper zueinander und die Verhinderung einer massiven Ausbreitung von Covid-19-Erkrankungen. Folgenreich sind diese Entwicklungen insbesondere auch für die Sexualität fast aller Menschen und für die Lebenssituation sexueller und geschlechtlicher Minderheiten. Dabei ringen schwule Männer auch – wie derzeit alle Menschen – um das in präventivem Sinne „richtige“ Sozialverhalten und – insbesondere im Fall von Schwulen – um das „richtige“ Sexualverhalten.
Doch kann es diesen Einklang zwischen Coronaschutzmaßnahmen und der Befriedigung sexueller Bedürfnisse überhaupt geben? Wie gehen schwule Männer mit den derzeitigen Einschränkungen und Anforderungen um? Wie hat sich ihr Sexualverhalten – oder gar ihre Sexualität an sich – verändert? Und wie wird Sexualität in Zeiten der Pandemie medial und seitens der Angebote sexueller Gesundheit aufgerufen?
Der Vortrag geht der Frage nach den (möglichen) Auswirkungen der Pandemie auf die Sexualität schwuler Männer nach. Hierfür wird neben dem Einblick in die sexualwissenschaftliche Studienlage die Perspektive der Gesundheitsfürsorge und der sexuellen Bildung miteinbezogen.
Marco Kammholz ist staatlich anerkannter Jugend- und Heimerzieher und als freiberuflicher Sexualpädagoge (gsp) tätig. Er gestaltet sexuelle Bildungsangebote, schreibt und forscht u.a. zu den Themen sexuelle Erwachsenenbildung, Homosexualität und LSBTI-Geflüchtete. Foto: Danny Frede
Anmeldungen und Rückfragen gerne an niklas.gudorf@kassel.aidshilfe.de
Die Verantaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Wir nutzen die Plattform Zoom und senden dir vorab die Zugangsdaten zu. Du kannst selbst entscheiden, ob du mit oder ohne Kamera teilnehmen möchtest. Die Einwahl per Telefon ist ebenfalls möglich.
Der Vortrag ist eine Kooperation der Aidshilfe Kassel mit Support von
Hessen ist geil! http://hessen-ist-geil.de/
„Paris, 1993. Der Schriftsteller Jacques ist Mitte 30, teilt sich das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn Louis mit dessen leiblicher Mutter und versucht, sich das Leben nicht zu sehr von seiner HIV-Infektion diktieren zu lassen. Auf einer Lesung in der Bretagne lernt er den Nachwuchsfilmemacher Arthur kennen, der gerade beginnt, sich von den Fesseln der Provinz zu befreien. Arthur verliebt sich auf den ersten Blick in den geheimnisvollen Autor. Doch Jacques zögert, sich auf die Beziehung mit dem deutlich jüngeren Mann einzulassen. Auch weil er ahnt, dass ihnen dafür nicht mehr viel Zeit bleiben würde …
Christophe Honoré zählt seit seinen Kritikerlieblingen „Meine Mutter“ (2004) und „Chanson der Liebe“ (2007) zu den aufregendsten europäischen Regisseuren seiner Generation. Sein neuer Film, der im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt wurde, ist ein intimes und generationenübergreifendes Zeitstück über das Leben in der Pariser Bohème in der Hochphase der Aids-Krise. In den Hauptrollen glänzen mit Pierre Deladonchamps („Der Fremde am See“) und Vincent Lacoste („Jungs bleiben Jungs“) zwei Hoffnungsträger des jungen französischen Kinos.
Ein zärtlicher und zutiefst berührender Film über körperliche und intellektuelle Verführung, übers Jungsein und Altwerden, über die große Liebe und den Mut, bis zuletzt seinen Gefühlen zu folgen.“
ein Film von Christophe Honoré, Frankreich 2018, 132 Minuten, französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK 16
Es gelten die üblichen Preise der Filmladen/Bali/Gloria-Kinos http://filmladen.de/
Aufgrund der aktuellen Hygienerichtlinien können wir leider nur einen kleinen Teil der Plätze besetzen. Reservieren lohnt sich!
Dies führt auch dazu, dass unsere Vorstellungen nicht mehr kostendeckend organisiert werden können. Die Queerfilm-Redaktion freut sich daher sehr über Spenden.
Aktuell können wir selbstverständlich nicht vorhersagen, ob die Vorführung stattfinden kann.

 

 

Onlinelesung von Felicia Ewert – „Trans. Frau. Sein.“

Das Adinet Nordhessen und das LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen kooperieren miteinander um Euch eine Onlinelesung mit der exzellenten, fabelhaften Felicia Ewert und ihrem Buch „Trans. Frau. Sein.“ (erschienen bei Edition Assemblage) zu ermöglichen.
Am besten beschreibt die Aktivistin, Autorin und Politikwissenschaftlerin (die ihr auf Twitter als @redridinghood_ finden könnt) selbst, was euch am 27.11.20 von 19-21 Uhr erwartet:
“Vortrag und Lesung umfassen eine Erläuterung von bestehenden diskriminierenden Begriffen und geben stattdessen Handlungsempfehlungen und respektvollere Definitionen weiter. Die Referentin beschäftigt sich mit der Existenz von offen transfeindlichen Feminismen und zeigt Strukturen und Organisationen. Sie verweist auf die Widersprüchlichkeiten im vermeintlich radikalen Anspruch von transfeindlichen Feminismen, auf biologistische und cisnormative Argumentationen. Hierin wird auch dargestellt wie Transfeindlichkeit eine Scharnierfunktion zwischen mitunter entgegengesetzten politischen Strömungen einnimmt. Diese reichen von feministischen, über konservative bis hin zu rechtsradikalen Gruppierungen und Parteien und es wird gezeigt wie diese, zum Nachteil von transgeschlechtlichen Menschen genutzt wird. Zusätzlich stellt die Referentin dar, wie fest Biologismen und normierte Zweigeschlechtlichkeit in der Gesellschaft verwurzelt sind und dass ein Fokus auf offene Transfeindlichkeit zu kurz greift. So zeigt sie auch, was die vermeintlich respektvolle „Sex / Gender“ Aufteilung von Geschlecht, die über universitäre Kontexte hinaus gegenwärtiger wird, für transgeschlechtliche Menschen bedeutet. Wie tief deutsches Recht in die Leben von trans Personen eingreift, zeigt sie mit einem Überblick über das sogenannte „Transsexuellengesetz“ und widmet sich der Frage, was *wir alle* tun müssen, um bestehende diskriminierende geschlechtliche Vorstellungen zu realisieren und abzubauen.”
Weitere Infos und die Anmeldung findet ihr hier:
 

Einladung zu den digitalen Stammtischen der LSBT*IQ-Netzwerkstelle Nordhessen

Queerer Stammtisch: „Leseabend“
25.11.2020 | 19 Uhr | Queer Button
Hellohello ihr Regenbogenpeople!
Die Netzwerkstelle Nordhessen und der CSD Kassel haben da was für Euch.
Es ist die dunkle Jahreszeit und irgendwie hängen wir alle viel Zuhause rum… Das können wir nicht ändern. ABER wir können uns online auf Queerbutton treffen und uns gegenseitig Sachen vorlesen, uns austauschen und schmunzeln.
Luis*a, Niklas und Suse denken sich was schönes aus und freuen sich, wenn ihr Euch auch was ausdenkt. Und dann schnappen wir uns alle ein Becherchen Tee und dann haben wir einen schönen gemeinsamen Abend.
Queerer Stammtisch: „Kekse dekorieren“
08.12.2020 | 19 Uhr | Queer Button
Gemeinsam mit der Orga-Crew des CSD Kassel startet die Netzwerkstelle Nordhessen einen zweiten „Bleibt zuhause, aber irgendwie auch gemeinsam einsam“-Abend/ digitalen queeren Stammtisch, um der dunklen Jahreszeit ein bisschen Licht zu gönnen. Diesmal treffen wir uns mit Plätzchen und Zuckerguss und Streuseln vor der Kamera und quatschen, während wir ein paar schicke Kekse dekorieren.
Luis*a, Niklas und Suse (besonders letztere) sind Meister*innen der Kekskunst und haben sehr Lust mit Euch gemeinsam ein bisschen zu quatschen, während wir Sachen dekorieren.
Ein Rezept für veganes Buttergebäck teilen wir in der Veranstaltung, denn die Kekse müssen schon fertig und ausgekühlt sein, wenn wir am 08.12.2020 um 19 Uhr starten!
Ihr könnt natürlich auch euer nicht veganes Keksrezept machen, nur zuschauen und mitschnacken oder oder oder. Es ist ein digitaler Stammtisch eben.
Zugangslink: https://queerbutton.de/b/sus-crt-kkd-tuf
Alle Infos auch auf der Homepage der Netzwerkstelle: https://lsbtiq-hessen.de/de/Termin/?event=1133&date=2020-11-25

 

 

Einladung: Radical Softness – Verletzlichkeit_en annehmen

Workshop am 04.10.2020 von 14:00-18:00 Uhr

Organisiert von qrew Kassel und Netzwerk LSBT*IQ Nordhessen

Radical Softness steht für die Idee, offener mit schweren Gefühlen und Verletzlichkeiten umzugehen. Inspiriert von der Künstler_in Lora Mathis‘ wollen wir uns in diesem Workshop den Ideen von Radical Softness nähern. Dabei werden Verbindungen zu queeren, feministischen und psychiatriekritischen Strömungen gezogen. Es wird die Möglichkeit geben, sich gemeinsam darüber austauschen, was wir jeweils persönlich mit Radical Softness verbinden und welche Aspekte wir gern mal im Alltag ausprobieren möchten. Egal ob du zum ersten Mal von Radical Softness hörst oder du seit längerem darüber nachdenkst, bist du herzlich eingeladen vorbeizukommen.

Über die Referent_in: Kalle Hümpfner arbeitet seit 2016 bei life’s a beach zu Gefühlen, Self-Care, Anti-Diskriminierung und geschlechtlicher Vielfalt. Radical Softness begleitet Kalle mittlerweile als Workshop-Thema seit bald drei Jahren. Dennoch wird der Austausch für Kalle dazu nie langweilig, da immer wieder neue Fragen, Anliegen und Perspektiven auftauchen. Kalle ist nicht-binär trans und lebt in Berlin.

Anmeldung: Die Anzahl der Teilnehmer*innen an dem Workshop ist begrenzt. Für die Teilnahme an dem Workshop bitten wir dich, dich vorher anzumelden. Für die Anmeldung oder Fragen schreib eine E-Mail an: queerkassel@riseup.net

Ausführliche Infos: http://qrew.blogsport.eu/

 

Queerfilm Kassel 2020: Deckname Jenny + anschließendes Gespräch mit der Regisseur*in

Das Projekt Queerfilm Kassel ist zurück aus der Covid-19-bedingten Zwangspause. Um die Rückkehr gebührend zu feiern, hat sich das Team etwas Besonderes ausgedacht. Am 16. September wird die Vorstellung von „Deckname Jenny“ von einem anschließendem Filmgespräch begleitet. Zu Gast ist die Regisseur*in Samira Fansa. Glücklicherweise darf der Queerfilm ausnahmsweise im Großen Bali stattfinden, sodass 80 Personen teilnehmen können. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn ihr die Filmladen l Bali l Gloria  – Kinos und auch das Projekt mit einer Spenden unterstützen könntet. Queerfilm ist angetreten, um die Sichtbarkeit von LSBT*IQA+ zu erhöhen und um einen Raum zu schaffen, in der queerfeministische Themen verhandelt werden. Die Pandemie hat QF viele Wochen dabei ausgebremst, nun will das Team engagiert weiter arbeiten.

In dem Film Deckname Jenny geht es um queeren Aktivismus, Antifaschismus, Gewalt, Protest, Anarchie, Politik, Liebe, Begehren  – wir sind sehr gespannt:

Nähere Infos zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1272958199743752/

 

Grundlagenschulung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt 2020

Die Grundlagenschulung „Queer(Einstieg)“ ist eine Veranstaltung der Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit“ und findet in Kooperation mit dem LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen und dem Jugendbildungswerk Landkreis Kassel statt.

Queere Jugendliche haben mit besonderen Herausforderungen umzugehen, da sie einer heterosexuellen Norm nicht entsprechen und hierdurch erhöhtem sozialen Druck ausgesetzt sind. Die Jugendarbeit sollte daher die speziellen Bedarfe dieser Jugendlichen kennen, um sie adäquat in ihrer Coming-out Phase unterstützen und bei der Entwicklung ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität begleiten zu können.
Die Grundlagenschulung „Queer(Einstieg)“ der Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit“ findet in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk des Landkreises Kassel und dem LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen statt. Die Grundlagenschulung soll ehrenamtliche Jugendleiter_innen, Vorstandsmitglieder, Multiplikator_innen und Hauptamtliche aus der Jugendarbeit durch die Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenzen bei der Öffnung der Jugendarbeit im Hinblick auf queere Jugendliche unterstützen. Es sollen so bestehende Hürden, die schwulen, lesbischen, bisexuellen und trans* Jugendlichen die Teilhabe an den Angeboten der Jugendarbeit erschweren, abgebaut werden. Hierzu werden verschiedene Themen und Perspektiven behandelt.
Die Schulungen finden an zwei Terminen statt, können alle einzeln besucht werden und sind kostenlos.

Am 16. September & 3. November. Alle weiteren Infos können dem Flyer entnommen werden.

Der Flyer kann hier eingesehen werden.

 

CSDezentral 2020: Aidshilfe-to-go

Motto: Sichtbar & Selbstbestimmt

Am 29. August feiern wir den CSD 2020. Ein CSD ohne Demo, ohne Straßenfest? Das ist auch für uns ungewohnt, dennoch wollen wir uns gemeinsam mit euch für die Rechte von LSBT*IQA+ einsetzen. Die diesjährige Pride findet unter dem Motto „Colour the streets – Vielfalt sichtbar machen“ statt, das Orgabündnis hat die Community aufgefordert dezentral und digital tätig zu werden.

Alle Aktivitäten seht ihr hier: tiny.cc/csdezentral

Wir freuen uns auf den #csdezentral, schmücken unsere Geschäftsstelle mit Bannern und Fahnen, und öffnen unsere Pforten für die Aktion #AidshilfeToGo. Unsere Kolleg*innen freuen sich auf euren Besuch.

  • Wir spendieren gratis HIV-Selbsttests, die ihr in Begleitung von unseren erfahrenen Sozialarbeiter*innen vor Ort durchführen könnt (solange der Vorrat reicht)
  • Vielleicht habt ihr schon von unserem Regenbogen-Community-Masken gehört? In Kooperation mit der Hannchen Mehrzweck Stiftung nähen Künstler*innen für uns hübsche Behelfsmasken. Am CSD-Tag präsentieren wir euch unsere beliebtesten und kreativsten Modelle in einer Vernissage. Die Kunstwerke dürft ihr dann natürlich gerne mitnehmen.

 

  • Zur Feier des Tages schenken wir euch eine „Love-Bag“ mit allerlei Infomaterialien und Präsenten

Als Kooperationspartner*in konnten wir ICH WEISS WAS ICH TU gewinnen. IWWIT ist die schwule Präventionskampagne der Deutschen AIDS-Hilfe. Auf unserer Facebook-Seite werden wir in der CSD-Woche zwei Videobeiträge der Kolleg*innen posten.

Darüber hinaus freuen wir uns darauf mit euch ins Gespräch zu kommen. Sei es über queere Themen oder über unsere sonstigen Arbeitsbereiche in der Aidshilfe.

Unsere COVID-19-Hygienemaßnahmen gelten und müssen natürlich beachtet werden.

 

 

Veranstaltungsreihe: „Hinter den Buchstaben“ des LSBT*IQ Netzwerks Nordhessen

23.07.2020

Hinter den Buchstaben: L mit Constance Ohms

Konfliktdynamiken in cis-, trans*lesbischen, bisexuellen, nicht-binären oder queeren Beziehungssystemen

Nach wie vor werden gewalttätige Konfliktdynamiken in LSBT*IQ Beziehungssystemen (von der 2er Beziehung bis hin zu Mehrfachbeziehungen) verschwiegen oder tabuisiert. Dabei spielt die Vermeidung einer Verstärkung negativer Bilder über queere Menschen eine ebenso große Rolle wie verinnerlichte Homo- oder Trans*negativität, die oftmals eine Selbstabwertung beinhaltet, es „nicht anders verdient“ zu haben. Es wird davon ausgegangen, dass jede 3. bis 4. cis-lesbische oder cis-schwule Beziehung gewaltförmige
Beziehungsmuster hat, bisexuelle Frauen sind in besonderem Maß von Gewalt durch ihren männlichen Partner betroffen, ebenso gibt es sehr hohes, aber wenig erforschtes Vorkommen von Gewalt gegen trans* Frauen. Meist wird dabei die 2er Beziehung beleuchtet, es gibt keine Forschung zu Gewalt in queeren oder nicht-binären Beziehungssystemen. Der Vortrag möchte auf das tabuisierte Thema aufmerksam machen und zudem aus der Beratungsarbeit der Beratungsstelle gewaltfreileben berichten.

Constance Ohms ist promovierte Soziologin und befasst sich sozialwissenschaftlich mit Marginalisierungsprozessen und den sich daraus ergebenden spezifischen Verletzbarkeiten, aber auch den Potentialen psychischer Widerstandsfähigkeit. Zudem leitet sie die Fachberatungsstelle gewaltfreileben, die sich an Frauen*, Lesben, Trans* und queere Menschen richtet, die Unterstützung in der Bewältigung psychischer Herausforderungen benötigen. Sie hat eine mehrjährige Fortbildung als Therapeut*in (DGSF) und Systemische Berater*in abgeschlossen und ergänzt die Tätigkeit in der Beratungsstelle durch ihre freiberufliche therapeutische Arbeit.

Diese Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe
„Hinter den Buchstaben“ des LSBT*IQ Netzwerks Nordhessen.
Dieser Vortrag ist eine Kooperation mit dem LSBT*IQ Netzwerk Rhein-Main.

03.08.2020

Hinter den Buchstaben: S mit Muriel Aichberger

Verlacht, verfolgt, verurteilt – Paragraph 175 im Wandel der Zeit

Die Geschichte der Emanzipation von Schwulen und Lesben lässt sich auf vielfältige Weise erzählen. In diesem Vortrag wenden wir uns dem §175 zu, der vor allem homosexuelle Männer fast 150 Jahre lang kriminalisierte und den rechtlichen Rahmen für Diskriminierung, Verfolgung und Verurteilung lieferte. Allerdings bildete das Gesetz nicht nur die Grundlage für das Leid tausender Menschen, sondern war gleichzeitig der Motor für eine der ersten politisch-sozialen Emanzipationsbewegungen der Menschheitsgeschichte. Wie diese Geschichte erzählt werden kann, welche Protagonist*innen eine Rolle spielten und wie sich der § 175 über die Zeit veränderte und bis heute unsere Geschichte und den Umgang mit Homosexualität in Deutschland prägt, darauf werfen wir einen bewussten, kritischen und neugierigen Blick.

Muriel Aichberger ist Sozial-, Kunst- und Medienwissenschaftler mit Schwerpunkt Equality, Diversity und Inklusion. Er möchte sein Wissen zur Verfügung stellen, um gemeinsam einen optimalen Pfad in die Zukunft zu gestalten. Bei seiner Arbeit legt Muriel Wert auf Information und Umsicht ohne den Anspruch den einen „richtigen Weg“ zu kennen. Er legt Optionen auf den Tisch und so wird es möglich bewusst Ziele zu formulieren und vollumfänglich informierte Entscheidungen über Maßnahmen und Entwicklungsschritte zu treffen. Ziel ist dabei immer die Optimierung von Lern-, Arbeits- und Lebenssituationen, die Sensibilisierung aller im Umgang miteinander und so mehr Lebensfreude, Kreativität und Produktivität.

17.08.2020

Hinter den Buchstaben: B  mit Susanne Umscheid

Ein bisschen bi sieht man nie – zwischen Unsichtbarkeit und Übersexualisierung

Obwohl Bisexualität oft im Rahmen von Binsenweisheiten Sichtbarkeit erfährt, sieht die tatsächliche Lebensrealität vieler bisexueller Personen anders aus. Zwischen Vorurteilen gefangen sind Bisexuelle, sowie weitere nicht-mono-sexuelle Personen, mit Anfeindungen und Unsichtbarmachung konfrontiert. Diskriminierungen erfahren sie nicht nur durch heterosexuelle, sondern oft auch homosexuelle Personenkreise.
Der Vortrag widmet sich der Beschreibung und Verbalisierung dieser Diskriminierungsformen und -mechanismen und beleuchtet das Spannungsfeld in dem sich nicht-monosexuelle Personen täglich bewegen (müssen).

Susanne Umscheid ist ehrenamtlich bei SCHLAU Kassel als Koordinatorin und Teamerin aktiv, studierte Produktdesignerin mit dem Schwerpunkt Gender & Design und arbeitet hauptamtlich als Koordinatorin beim LSBT*IQ-Netzwerk Nordhessen.

03.09.2020

Hinter den Buchstaben: T mit Luis*a Kriener#

Trans* mit mir
Warum muss ich mich in letzter Zeit immer häufiger als cis Mensch benennen lassen? Und was bedeutet das eigentlich?
Der Vortrag soll einen Einstieg in das Thema trans* geben und welche Rolle cis Menschen (Menschen, die sich mit dem bei ihrer Geburt zugeordneten Geschlecht wohlfühlen) dabei spielen. Es soll ein Überblick darüber gegeben werden, welche Diskriminierungen trans* Menschen im Alltag erfahren und wie cis Menschen diese abbauen und Unterstützung anbieten können.

Dieser Vortrag richtet sich in erster Linie an cis Menschen.

Luis*a Kriener begann 2013 bei SCHLAU aktiv zu sein und sich für trans* und queere Themen einzusetzen, damals noch in NRW. Mittlerweile in Kassel gelandet, ist Luis*a bei SCHLAU Kassel aktiv und nun auch Teil des LSBT*IQ Netzwerks Nordhessen.

23.09.2020

Hinter den Buchstaben: I mit Charlotte Wunn

Intergeschlechtlichkeit –mehr als der Personenstand „divers“
Im Vortrag werden, nach einer kurzen Einführung ins Thema, verschiedene Aspekte betrachtet, die das Leben von intergeschlechtlich geborenen Menschen in Deutschland positiv wie negativ beeinflussen. Es wird unter anderem auf das aktuelle Personenstandsrecht und die medizinische Versorgung Bezug genommen. Abschließend wird erklärt, welche Dinge intergeschlechtliche Menschen gerne ändern würden.

Charlotte Wunn engagiert sich seit ungefähr zwei Jahren für die Rechte von intergeschlechtlichen Menschen, u.a. bei Intersexuelle Menschen e.V.. Charlotte ist in einer dörflichen Umgebung aufgewachsen, wohnt und arbeitet aber mittlerweile in Berlin. Sie bevorzugt die weiblichen Personalpronomen.

08.10.2020

Hinter den Buchstaben: Q mit Balthazar Bender

Queere Wörter – Schirmbegriffe, Microlabels und die Frage nach dem ′Buchstabensalat′
LSBATTIQP*+ – bitte was?! Wer nicht Teil der queeren Community ist, wird schnell überfordert von diesen vielen verschiedenen Buchstaben und ihren Bedeutungen. Aber auch innerhalb von queeren Kreisen gibt es Debatten darüber, welche Labels wir brauchen und nutzen sollten. In diesem Vortrag möchte ich einen kleinen Überblick über den ‚Buchstabensalat‘ geben und im gemeinsamen Gespräch über die Vor- und Nachteile von kleinteiligen Labels und Überbegriffen reden.

Balthazar Bender ist queere*r Aktivist*in und studiert in Freiburg im Master Gender Studies. Es hält Vorträge und Workshops zu Themen wie A_sexualität, trans und nicht-
binäre Identität, queere Repräsentation in den Medien und Diskriminierung. Seit 2013 arbeitet es im Team des Queer Lexikon, einer online-Anlaufstelle für queere Jugendliche.

Über die Reihe:

LSBT*IQ. Das Akronym, die Buchstabensuppe oder der Buchstabensalat, das Alphabet, der Zungenbrecher. Oft ist der Begriff selbst so komplex, dass sich kaum damit auseinandergesetzt wird, wer hinter diesen Buchstaben eigentlich steht: Reale Personen, Biografien, Diskriminierungserfahrungen und Kämpfe um Gleichstellung und Anerkennung.

Deshalb widmet sich das LSBT*IQ Netzwerk Nordhessen in Kooperation mit den LSBT*IQ Netzwerken Rhein-Main und Südhessen im Sommer und Herbst 2020 dem Hintergrund dieser Buchstabenfolge mit einer digitalen Vortragsreihe. Die Themen der Vorträge bewegen sich zwischen Geschichtsbeleuchtung und aktuellen Kämpfen, zwischen Unsichtbarkeiten und Auf- und Erklärung.

 

Im Anschluss an alle Vorträge sind Fragerunden und Möglichkeiten zum Austausch geplant. Die Veranstaltungen werden moderiert. Alle Vorträge finden online und in deutscher Lautsprache statt. Im Anschluss an die Vorträge gibt es Raum für Austausch und Diskussion. Um Voranmeldung wird gebeten unter info@lsbtiq-nordhessen.net. Zugangsdaten zu den jeweiligen Veranstaltungen werden gesammelt am Tag des Vortrags an angemeldete Personen verschickt.

 

 

 

 

 

Offener HIV-Testabend

Liebe Besucher*innen,
da wir unser übliches Schnelltest-Angebot ohne Anmeldung aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin nicht durchführen können, bieten wir an jedem ersten Dienstag im Monat von 17:00 bis 19:00 Uhr die Gelegenheit, einen Selbsttest mit Beratung und Begleitung bei uns durchzuführen. Auch ein Schnelltest auf HIV und/oder auf Syphilis, der von uns durchgeführt wird, ist momentan wieder in sehr begrenzter Anzahl zu dieser Zeit möglich, für beide Tests bitten wir um vorherige Anmeldung.
Der nächste Termin ist am 1.  September.
Der Selbsttest funktioniert genauso wie der Schnelltest mit einem Tropfen Blut aus der Fingerkuppe und liefert 12 Wochen nach der Risikosituation ein zuverlässiges Ergebnis. Der Unterschied besteht darin, dass ihr ihn durchführt und euch selbst in den Finger stecht.
Wir beraten euch vorab und begleiten, sofern gewünscht, auch bei der Durchführung.
Um die momentan geltenden Hygienevorschriften optimal einhalten zu können, bitten wir unbedingt um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer: 0561/97975910
Nach Absprache sind auch andere Terminvereinbarungen möglich.
Selbstkostenanteil: 18,00€