Veranstaltungsreihe: „Zwischen Straight Acting & Tuntentum“ – Die Vielfältigkeit Schwuler* Identität(en) und Männlichkeit(en)

Liebe Leser*innen,

Hinter dem Titel der Veranstaltungsreihe  steckt  der Wunsch gemeinsam herauszufinden, wie vielfältig schwules* Leben sein kann und sein darf.

Die Bezeichnung „Straight acting“ (sinngemäße Übersetzung: „Heteroverhalten“) bezeichnet eine Auftretensweise von homosexuellen Männern, die in schwulen Kreisen mit heterosexuellem Rollenverhalten assoziiert wird. Die Bezeichnung löst unter schwulen* Männern Kontroversen aus, die eng mit der jeweiligen Akzeptanz bestimmter queerfeministischer Theorien verbunden sind.

Unabhängig von der Akzeptanz der Bezeichnung trägt das Verhalten selbst dazu bei, dem Klischee entgegenzuwirken, dass schwule Männer „weiblich“ seien, stärkt aber gleichzeitig Klischees darüber, welches Verhalten „männlich“ bzw. „weiblich“ sei. Die daraus resultierenden Folgen sind, dass vermeintlich „feminin“ wirkende Männer in schwulen* Räumen, wie Dating-Apps, mit der Aussage konfrontiert sind, sie seien nicht männlich genug. Schwulen* Trans*Männern wird die Daseinsberechtigung in diesen Räumen gänzlich abgesprochen. Die binäre Geschlechterordnung samt einschränkender Klischees und Stereotypen werden weiter reproduziert.

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CSD 2019: Treffen der Stimmungs-AG

Unser CSD am 17. August 2019 soll nicht nur politische Inhalte und Interessen von LSBT*IQA+ zusammenbringen, sondern selbstverständlich auch Spaß und Freude machen!

Wir treffen uns am Mittwoch, den 26. Juni um 19:00 im Gewerkschaftsbüro der GEW Nordhessen (Friedrich-Engels-Straße 26, Kassel) um Stimmungs-Pläne zu schmieden…
Was brauchen und wollen wir an Deko?
Welche Demosprüche müssen beim CSD auf jedenfall am Start sein?
Was für Transpis wollen wir malen?
Und noch vieles mehr.

Für freuen uns über jedes neue Gesicht! ♥

 

Ausschreibung: Ehrenamtliche gesucht für den HIV- und Syphilis-Schnelltest

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Liebe Krankenpfleger*innen, Krankenpflegeschüler*innen, liebe Interessierte,

die freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeit hat in den Aidshilfen einen festen Bestandteil. Es ermöglicht nicht nur Angebote, die auf einer persönlichen und privaten Ebene wirken können, sondern eröffnet unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen eine Beteiligung und fördert so die Integration der Aidshilfe in die Gesellschaft. Auch wird durch das Engagement vieler Menschen Solidarität und menschliche Nähe mit denen, die mit HIV leben, konkret erlebbar.

Für die Durchführung des HIV- und Syphilis-Schnelltest suchen wir ab sofort Ehrenamtliche, die das Stechen mit einer Stechhilfe zur Blutgewinnung übernehmen würden. Das Schnelltestangebot findet jeden 1. Dienstag im Monat von 18:30 Uhr bis 19:00 Uhr in den Räumen der AIDS-Hilfe Kassel statt. Durchschnittlich sollte sich jedoch bis spätestens 20:30 Uhr Zeit genommen werden. Die Termine können je nach Zeitkapazitäten unter den Ehrenamtlichen aufgeteilt werden.

Zum Ablauf: Der Schnelltest wird lediglich mit etwas Blut aus der Fingerkuppe durchgeführt. Ein sicheres negatives Ergebnis kann in wenigen Minuten angezeigt werden, bei einem reaktiven Ergebnis ist eine Klärung durch einen Labortest in den folgenden Tagen nötig.
Bevor wir den HIV- und/oder Syphilis-Schnelltest durchführen, wird ein kurzes Beratungsgespräch mit den Personen, die sich testen lassen wollen, geführt. In dem Gespräch kann es bspw. darum gehen, Risiken für eine HIV- oder Syphilis-Übertragung besser einschätzen zu können, den Ablauf des Schnelltests konkreter zu besprechen, Fragen und Unsicherheiten zu klären oder auch eine Einschätzung zu treffen, wie sinnvoll ein Test zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist.

Wenn Interesse aufgekommen ist oder noch Fragen entstanden sind, bitte meldet euch unter: kurt.schackmar@kassel.aidshilfe.de

Wir freuen uns über neue Unterstützung!

 

Gemeinsam was er_leben! Erlebnispädagogisches Angebot für LSBT*IQ-Jugendliche

Du bist lesbisch, schwul, bi, trans*, inter, queer, asexuell, genderfluid… oder dir vielleicht auch noch gar nicht so sicher?
Du bist zwischen 14 und 22 Jahre alt und kommst aus Nordhessen?
Du willst Neues ausprobieren und entdecken was sonst noch in dir steckt?
Du hast Lust dich mit anderen LSBT*IQ-Jugendlichen über Erfahrungen auszutauschen?
Du willst den Sommer in der freien Natur im Raum Kassel und Umgebung verbringen?

 

 

In einem erlebnispädagogischen Angebot im Sommer/Herbst 2019 möchten wir all dies zusammen bringen.
Gemeinsam mit Euch möchten wir mit einer zertifizierten erlebnispädagogischen Begleitung Selbstwahrnehmung und Selbstvertrauen stärken, Ressourcen herausarbeiten und entwickeln, lernen, uns selbst und andere wahrzunehmen und Spaß in der Gruppe haben.

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.menpoint-Termine im 2. Halbjahr 2019

menpoint_logo_druck_cmykNun stehen auch für das komplette zweite Halbjahr 2019 die Termine der Gruppe .menpoint fest. .menpoint – Eine Gruppe von und für schwule und bisexuelle Männer.

Programm .menpoint für das 2. Halbjahr 2019, jeweils 19.00 Uhr

  • 03 Juli: Reflexion Safttreffen
  • 17 Juli: Gruppenbefinden
  • 31 Juli: Grillen in der Aue
  • 14 August: Lieblingsmusik
  • 28 August: Shiatsu
  • 11 September: DVD-Abend
  • 25 September: Ausgehen
  • 09 Oktober: Schwule im Sport
  • 23 Oktober: Spieleabend
  • 06 November: Leseabend (Horst)
  • 20 November: Planung 1. Halbjahr 2020
  • 04 Dezember: Plätzchen backen
  • 18 Dezember: Feuerzangenbowle

Rückfragen zum Programm oder zur Gruppe?
Bitte schreib eine mail an: menpoint-kassel@gmx.de
Wir antworten innerhalb 7 Tagen, wenn irgendwie möglich!

 

Ringvorlesung & Vortragsreihe: „Sexualitäten“

Wir unterstützen das Fachgebiet „Soziologie der Diversität“ der Universtität Kassel bei ihrer Veranstaltungsreihe „Sexualiäten – Verhandlungen, Kritiken, Theoretisierungen.“
Morgen hält die bekannte (Netz-) Feministin Anne Wizorek einen Vortrag: „Mit Hashtags gegen das Patriarchat.“

Was verbirgt sich hinter dem Titel?

Nicht erst seit #metoo sind Hashtags aus feministischem Aktivismus kaum noch wegzudenken. Was genau an ihnen ist aber so wirkungsvoll? Wo schließen sie vielleicht an bekannte Strategien an? Wieso wurde aus #metoo ein #metwo und auch ein #mequeer? Und inwiefern müssen wir auch gerade aus feministischer Perspektive kritisch betrachten, was im Zusammenhang von #-Debatten passiert? Der Vortrag nimmt sich diesen Fragen an und ordnet ein, was Hashtags heutzutage schaffen können – und was vielleicht auch nicht.

Der Vortrag beginnt um 18:00Uhr in der Arnold-Bode-Straße 12.
Wir sind als AIDS-Hilfe Kassel mit einem Infostand vertreten und freuen uns mit euch über queerfemistische Themen ins Gespräch zu kommen

 

Voll im Arsch – aber nie allein! Queere Mental Health

Am Mittwoch, 29.Mai um 18:00 Uhr
im Infoladen …an der Halitstraße (Holländischestr. 88, 34127 Kassel)

Hier sprechen Betroffene und (angehende) Fachmenschen über Erfahrungen, Zweifel und Wissen rund ums Thema (queere) mentale Gesundheit: Wie können wir Krisen besser verstehen, wenn wir gesellschaftliche Verhältnisse mit einbeziehen? Was läuft schief in psycho-sozial-medizinischen Hilfsangeboten, und warum? Und wie können wir trotzdem selbstbestimmt die Hilfe bekommen, die wir brauchen?
Am Ende wird es eine gemeinsame Diskussion geben.


Barrieren …an der Halitstraße:
Die Räume des Infoladens sind nur über eine Stufe zu erreichen, für die jedoch eine Rollstuhlrampe vorhanden ist.
Der Infoladen …an der Halitstraße ist grundsätzlich rauchfrei.
Die Toilettenräume sind nicht Rollstuhl geeignet. Ein Wickeltisch ist vorhanden.
Wenn ihr Fragen habt zum Thema Barrierefreiheit, schreibt uns gerne.

 

Stärkung der Vielfalt am 17. Mai – und durch ein neues Netzwerk

Am 17. Mai wird der Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans*phobie (IDAHOBIT*) internatio-nal begangen. Erinnert wird an den 17. Mai 1990, als die WHO Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten strich. Im letzten Jahr wurden von Seiten der World Health Organization endlich Bemühungen deutlich, auch Transidentität anders einzuordnen; zur kompletten gesellschaftlichen Gleichstellung ist es aber immer noch ein weiter Weg. Weltweit demonstrieren deshalb Menschen an diesem Tag gegen Diskriminierung und für Akzeptanz.

Auch in Kassel wird es dazu einen Infotisch geben, an dem sich verschiedene Selbstorganisationen und Beratungsangebote vorstellen, und zwar auf dem Opernplatz von 15 bis 18 Uhr.

Seit November 2018 hat außerdem eine neue Netzwerkstelle für LSBT*IQ-Personen in Nordhessen ihre Arbeit aufgenommen. Die Aufgabe der drei Mitarbeiter*innen besteht darin, die Strukturen für LSBT*IQ-Menschen und die Vernetzung der verschiedenen Gruppen untereinander in Nordhessen zu stärken, sowie Menschen für die Themen und Anliegen von LSBT*IQ-Personen zu sensibilisieren. Die Netzwerkstelle wird gefördert mit Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration; Projektträger*innen sind die AKGG gGmbH und die AIDS-Hilfe Kassel e. V.

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Queerfilm-Kassel: „Mario“ mit anschließender Podiumsdiskussion

Am 17. April zeigte Queerfilm Kassel den Film „Mario“ im Kleinen Bali in Kassel. Der Film handelt von der Liebesgeschichte zweier junger Fußballer, die sich unter dem Druck des Leistungssports zwischen ihrer Karriere und der Liebe entscheiden müssen. Die von etwa 90 Personen besuchte Filmvorführung machte deutlich, dass das Thema Homosexualität und geschlechtliche Identität im Profisport das Interesse vieler Menschen weckt.

Deshalb organisierten die AIDS-Hilfe Kassel, HESSEN IST GEIL und QFF – Queer Football Fanclubs nach der Filmvorführung eine Podiumsdiskussion im Südflügel des Kulturbahnhofs, an der etwa 35 Personen teilnahmen

Wir bedanken uns bei Vanessa Gronemann (MdL/Dynamo Windrad), Veronica King (Dynamo Windrad), Gregory Dauber (Fanbeauftragter des KSV Hessen Kassel), Joris Gratwohl (Schauspieler) für die anregende Diskussion und bei Sven Kistner für die Mitorganisation und Moderation der Veranstaltung Ein wichtiger Punkt in der Debatte war unter anderem die Frage, weshalb im Profisport vor allem in Bezug auf Männer eine Situation entsteht, in der sexuelle und geschlechtliche Identitäten als Tabuthemen gelten. Und auch wenn das Thema Homosexualität im Frauenfußball vermeintlich weniger tabuisiert ist, begegnen diese ähnlichen Ressentiments und Stigmatisierungen. Inwiefern lassen sich Rückschlüsse auf gesellschaftliche Verhältnisse treffen und wie kann eine Auseinandersetzung mit diesem Thema bereits im Jugendsport und darüber hinaus in einem gesellschaftlichen Kontext entstehen.
Insgesamt wurde deutlich, dass es wichtig bleibt, diese Themen immer wieder anzusprechen und um eine gleichberechtige Teilnahme für alle Menschen in allen Lebensbereichen zu kämpfen.

 

Freiwillig Mitarbeitende für die Telefonberatung gesucht

Die freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeit hat in den Aidshilfen einen festen Bestandteil. Es ermöglicht nicht nur Angebote, die auf einer persönlichen und privaten Ebene wirken können, sondern eröffnet unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen eine Beteiligung und fördert so die Integration der Aidshilfe in die Gesellschaft. Auch wird durch das Engagement vieler Menschen Solidarität und menschliche Nähe mit denen, die mit HIV leben, konkret erlebbar.
Die bundesweite anonyme Telefonberatung der Aidshilfen ist unter der Nummer 0180 33 19411 zu erreichen. Wie bei allen anderen Beratungskontexten in Aidshilfen bilden auch bei der Telefonberatung eine einfühlsame Kommunikationsfähigkeit und fachliche Kompetenz gleichermaßen die wesentliche Grundlage. Die hohe Qualität aller Beratungsbereiche in Aidshilfen wird durch einschlägige Fachschulungen, regelmäßige Fortbildungen, sowie verpflichtende Supervisionseinheiten gesichert, die für alle freiwilligen Berater*innen
kostenfrei angeboten werden.

Was bringst Du mit?
– Interesse für die Themen HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten
– Eine lebensweisenakzeptierende Haltung
– Mindestens einmal im Monat drei Stunden Zeit
– Bereitschaft zu regelmäßiger Supervision
– Ein Mindestalter von 21 Jahren

Was erwartet Dich?
– Regelmäßige Schulungen zu allen relevanten Themen der Telefonberatung
– Training zu Beratungstechniken
– Einbindung in unsere ehrenamtliche Beratungsgruppe
– Freude und Engagement für die freiwillige Mitarbeit
– Spannende Telefonate mit vielseitigen Themen
Ist Deine Neugier geweckt?

Wenn Du Interesse hast und mehr Infos haben möchtest melde Dich gerne bei Jan-Pieter Cordes, Regionalkoordination Telefonberatung Kassel, und schreib eine Mail an jan-p.cordes@kassel.aidshilfe.de