Unser Programm zum Welt-Aids-Tag 2020

Dieses Jahr hielt uns noch ein weiteres Virus in Atem: Neben HIV beschäftigte uns vor allem das „neue“ Coronavirus.
Von beiden Viren gibt es viel Neues zu berichten: Bei HIV sind es vor allem Daten von der diesjährigen Retrovirus-Conference (CROI) und der Welt-Aids-Konferenz.
Zu Corona gibt es praktisch täglich Neuigkeiten. Diese wollen wir und ansehen und besonders im Hinblick auf die Bedeutung für Menschen mit HIV einordnen.
Wir beleuchten und bewerten die aktuellen Entwicklungen und wagen ein paar Prognosen, wie es nächstes Jahr weitergehen wird.
Referent: Siegfried Schwarze
Anmeldungen und Rückfragen gerne an barbara.passolt@kassel.aidshilfe.de
Die Verantaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Wir nutzen die Plattform Zoom und senden dir vorab die Zugangsdaten zu. Du kannst selbst entscheiden, ob du mit oder ohne Kamera teilnehmen möchtest. Die Einwahl per Telefon ist ebenfalls möglich.
Mit freundlicher Unterstützung durch eine Spende der Firma Gilead Sciences GmbH

Der Welt-Aids-Tag ist der internationale Aktionstag rund um HIV und Aids.
In den letzten Jahren haben wir meistens große Events geplant oder sind mit einer eigenen Straßenbahn durch die Kasseler Innenstadt gefahren. In diesem Jahr müssen wir uns etwas beschränken. Dennoch wollen wir neben einer digitalen Veranstaltungsreihe auch ein besonderes Testangebot an den Start bringen:
Am 1.12. ist der HIV-Schnelltest bei uns kostenlos. Ihr könnt euch zwischen 15-19 Uhr bei uns testen lassen. Unsere Mitarbeitende werden euch vorab, wie gewohnt, beraten.
Aufgrund unser Covid19-Hygienerichtlinien müssen wir euch bitten euch vorab für einen Text anzumelden: 0561/97 97 59 10
Ihr erhaltet einen festen Termin. Euren Namen müsst ihr natürlich nicht verraten, der Test bleibt anonym.
Zudem gibt es eine limitierte Anzahl von Gratis-HIV-Selbsttest, die wir euch mitgeben können. Demnach auch eine Alternative für all jene, die aufgrund der derzeitigen Infektionslage nicht gerne unsere Geschäftsstelle betreten möchten. Nützliche Infos & Give-Aways gibt es für alle Besucher*innen.

Trans Personen können hetero, bi, lesbisch, pan, schwul, queer sein! Sie haben Sex und gehen dabei mögliche Risiken wie jede andere Person ein. Doch leider bestehen sowohl innerhalb der Community, als aber auch bei der Behandlung und Prävention von HIV und anderen STIs bei trans Menschen große Wissenslücken. Schwule trans Männer? Lesbische trans Frauen? Und jene, bei denen das Geschlecht des Gegenübers gar keine Rolle spielt?
Unwissen über trans Köper, deren (sexuellen) Lebensweisen und dem Umgang mit geschlechtlich vielfältigen Menschen rufen häufig Unsicherheiten auf Seiten des medizinischen Personals hervor, die leider auch gepaart mit gezielter Diskriminierung einhergehen kann. All das führt dazu, dass benötigte Hilfe häufig nicht erhalten oder überhaupt gar nicht erst in Anspruch genommen wird.
Dieser Vortrag thematisiert nicht nur jene gesteigerten Risiken und die strukturellen Ausschlussmechanismen gegenüber trans Personen im medizinischen Bereich, sondern lässt auch in die persönlichen Erfahrungen von Max (trans Person aus Berlin) in der schwulen Szene blicken. Es erwartet euch ein bunter Abend aus wichtigen Informationen zur Prävention und Behandlung von HIV und anderen STIs in trans Communities, gepaart mit persönlichen Geschichten, wie man sich als trans Person durch die (cis) schwule Welt navigieren kann.
Max Nicolai Appenroth ist Doktorand am Institut für Public Health der Charité Universitätsmedizin Berlin und einer der Herausgeber_innen des Sammelbandes „Trans & Care – Trans Personen zwischen Selbstsorge, Fürsorge und Versorgung“. Seit Oktober 2019 koordiniert er die Arbeitsgruppe zu Trans Men & HIV bei der internationalen Organisation GATE und bietet Workshops und Seminare zu den Themen Gender, Geschlecht und Sexualität an. Mehr Infos: max-appenroth.com
Anmeldungen und Rückfragen gerne an kontakt@transberatung-kassel.de
Die Verantaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Wir nutzen die Plattform Zoom und senden dir vorab die Zugangsdaten zu. Du kannst selbst entscheiden, ob du mit oder ohne Kamera teilnehmen möchtest. Die Einwahl per Telefon ist ebenfalls möglich.
Der Vortrag ist eine Kooperation der Trans*beratung & des schwulen* Büros der Aidshilfe Kassel mit wunderbarer Unterstützung von
Hessen ist geil! http://hessen-ist-geil.de/

Der neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat das soziale Miteinander, die individuelle Lebensführung und die öffentliche Gesundheitsfürsorge in kurzer Zeit grundlegend verändert. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis der Körper zueinander und die Verhinderung einer massiven Ausbreitung von Covid-19-Erkrankungen. Folgenreich sind diese Entwicklungen insbesondere auch für die Sexualität fast aller Menschen und für die Lebenssituation sexueller und geschlechtlicher Minderheiten. Dabei ringen schwule Männer auch – wie derzeit alle Menschen – um das in präventivem Sinne „richtige“ Sozialverhalten und – insbesondere im Fall von Schwulen – um das „richtige“ Sexualverhalten.
Doch kann es diesen Einklang zwischen Coronaschutzmaßnahmen und der Befriedigung sexueller Bedürfnisse überhaupt geben? Wie gehen schwule Männer mit den derzeitigen Einschränkungen und Anforderungen um? Wie hat sich ihr Sexualverhalten – oder gar ihre Sexualität an sich – verändert? Und wie wird Sexualität in Zeiten der Pandemie medial und seitens der Angebote sexueller Gesundheit aufgerufen?
Der Vortrag geht der Frage nach den (möglichen) Auswirkungen der Pandemie auf die Sexualität schwuler Männer nach. Hierfür wird neben dem Einblick in die sexualwissenschaftliche Studienlage die Perspektive der Gesundheitsfürsorge und der sexuellen Bildung miteinbezogen.
Marco Kammholz ist staatlich anerkannter Jugend- und Heimerzieher und als freiberuflicher Sexualpädagoge (gsp) tätig. Er gestaltet sexuelle Bildungsangebote, schreibt und forscht u.a. zu den Themen sexuelle Erwachsenenbildung, Homosexualität und LSBTI-Geflüchtete. Foto: Danny Frede
Anmeldungen und Rückfragen gerne an niklas.gudorf@kassel.aidshilfe.de
Die Verantaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Wir nutzen die Plattform Zoom und senden dir vorab die Zugangsdaten zu. Du kannst selbst entscheiden, ob du mit oder ohne Kamera teilnehmen möchtest. Die Einwahl per Telefon ist ebenfalls möglich.
Der Vortrag ist eine Kooperation der Aidshilfe Kassel mit Support von
Hessen ist geil! http://hessen-ist-geil.de/
„Paris, 1993. Der Schriftsteller Jacques ist Mitte 30, teilt sich das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn Louis mit dessen leiblicher Mutter und versucht, sich das Leben nicht zu sehr von seiner HIV-Infektion diktieren zu lassen. Auf einer Lesung in der Bretagne lernt er den Nachwuchsfilmemacher Arthur kennen, der gerade beginnt, sich von den Fesseln der Provinz zu befreien. Arthur verliebt sich auf den ersten Blick in den geheimnisvollen Autor. Doch Jacques zögert, sich auf die Beziehung mit dem deutlich jüngeren Mann einzulassen. Auch weil er ahnt, dass ihnen dafür nicht mehr viel Zeit bleiben würde …
Christophe Honoré zählt seit seinen Kritikerlieblingen „Meine Mutter“ (2004) und „Chanson der Liebe“ (2007) zu den aufregendsten europäischen Regisseuren seiner Generation. Sein neuer Film, der im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt wurde, ist ein intimes und generationenübergreifendes Zeitstück über das Leben in der Pariser Bohème in der Hochphase der Aids-Krise. In den Hauptrollen glänzen mit Pierre Deladonchamps („Der Fremde am See“) und Vincent Lacoste („Jungs bleiben Jungs“) zwei Hoffnungsträger des jungen französischen Kinos.
Ein zärtlicher und zutiefst berührender Film über körperliche und intellektuelle Verführung, übers Jungsein und Altwerden, über die große Liebe und den Mut, bis zuletzt seinen Gefühlen zu folgen.“
ein Film von Christophe Honoré, Frankreich 2018, 132 Minuten, französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK 16
Es gelten die üblichen Preise der Filmladen/Bali/Gloria-Kinos http://filmladen.de/
Aufgrund der aktuellen Hygienerichtlinien können wir leider nur einen kleinen Teil der Plätze besetzen. Reservieren lohnt sich!
Dies führt auch dazu, dass unsere Vorstellungen nicht mehr kostendeckend organisiert werden können. Die Queerfilm-Redaktion freut sich daher sehr über Spenden.
Aktuell können wir selbstverständlich nicht vorhersagen, ob die Vorführung stattfinden kann.