T*räumchen´s Statement zu den queerfeindlichen Taten der Documenta 15

T*räumchen ist ein Projekt, dass sich auch stark einsetzt, junge trans, inter* und nicht-binäre Personen in ihrer Identität zu stärken bzw. zu empowern.
Vor allem daher war unsere Seite stets als Safe Space gedacht, um einen Abstand von Alltagsdiskriminierung zu schaffen und euren Facebook-Feed mit positiven Nachrichten zu füllen.
Doch angesichts der jüngsten Ereignisse – Oslo, das Verlieren von LGBTQIA+- und Frauenrechten auf globaler Ebene und nicht zuletzt der Abbruch des Party Office Programms auf der Documenta zeigen, dass es an der Zeit ist nun mehr ein Statement zu setzen.
Während sich viele Menschen für unsere Rechte einsetzen, gibt es einen Teil, der sehr laut agiert und Queerfeindlichkeit wieder salonfähig machen möchte. Außerdem möchten sie unsere Existenz wieder unsichtbar sowie all die Errungenschaften der letzten Jahre zunichte machen. Mit ihrem Hass wollen sie uns einschüchtern.
Wir müssen daher unsere Stimme erheben und gemeinsam mit unseren Supporter*innen, zeigen dass Queerfeindlichkeit, Misogynie, Rassismus und Antisemitismus keinen Platz in einer modernen und sozialen Gesellschaft haben. Es wird an der Zeit noch näher zusammenzurücken und einander aufzurichten.
Daher: Zeigt Queere und andere Formen der Gewalt an, wenn ihr trans, inter* und nicht-binäre Personen unterstützen möchtet, setzt gerne eure Pronomen in euer Profil, sprecht eure Bekannten und Freunde darauf an, wenn sie sich queerfeindlich, rassistisch, misogyn oder antisemtisch äußern.
Wir brauchen unsere Allies und ebenso einander, denn all das betrifft nicht nur die genannten Personenkreise: Dies ist eine Angelegenheit, die uns alle angeht! Denn der Angriff auf Menschenrechte, ist auch ein Angriff auf unsere demokratischen Werte. Es ist ein Backlash in alte und konservative Rollenbilder.
Genau dies darf nicht passieren – es gibt gender nonkonforme Menschen, trans, inter*, nicht-binäre, BIPoC, jüdische und mehrgewichtige Personen. Unsere Gesellschaft ist vielfältig. Und genau dafür treten wir ein.