Queere Community

Antidiskriminierungsarbeit zu den Grundsätzen der Aids-Hilfen. Mit dem Beginn der Schwulenbewegung und der emanzipatorischen Arbeit der Frauenbewegung sind die Themen der Gleichstellung von vielfältigen Lebensentwürfen in die gesellschaftliche Diskussion gebracht worden. Ein Prozess, der auf dem Weg bis heute richtungsweisende Veränderungen hervorgebracht hat und gesetzliche Errungenschaften nach sich gezogen hat. Ob diese Ergebnisse nur positiv zu betrachten sind, bleibt eine Frage der Umsetzung in der Gesellschaft. Und genau an diesem Punkt gibt es immer noch jede Menge zu tun.

Viele homo-, bisexuelle Personen, sowie Trans*- und Inter*-Menschen, sind weiterhin von Diskriminierungen und Stigmatisierungen betroffen. Wir werden nicht müde weiterhin die Strukturen der Queeren Community zu stärken. Auf Grund der Historie der AIDS-Hilfen liegt hierbei zwar der Fokus auf schwulen und anderen Männern*, die Sex mit Männern* haben (MSM), jedoch versuchen wir uns mit unserer Arbeit auch an alle anderen queeren Menschen zu richten.

Wer sich selbstbewusst in seinem Lebensraum entfalten kann, hat die Möglichkeit, durch umfassende Information, auch bewusste Entscheidungen für seine Lebensaktivitäten zu treffen. Das schließt auch die Entscheidungen zu einem HIV-Risiko ein, bzw. die Risiken zu STI und HEP-Übertragungen.

Trans*Beratung Kassel

http://transberatung-kassel.de/wp-content/uploads/2018/03/header.pngUnser Beratungsangebot ist für trans*Personen und andere Menschen mit Fragen zu ihrer geschlechtlichen Identität sowie deren Angehörige, Partner_innen und Freund_innen da.
Unter trans* verstehen wir Menschen, die sich gar nicht, nicht vollständig oder nicht nur mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde und schließt somit u. a. transidente, transgender, nicht-binäre, agender, genderqueere und viele weitere Identitäten mit ein.
Unsere Beratung ist kostenlos und richtet sich an Menschen aller Altersgruppen.

Wir bieten einen Schutzraum, in dem vertraulich (auf Wunsch auch anonym) und in Ruhe Themen angesprochen und Lösungsansätze entwickelt werden können. Dabei begegnen wir Deinem Identitätsempfinden und Deiner Körperlichkeit mit Respekt und Akzeptanz.

Wir begreifen trans* nicht als Krankheit oder Störung, sondern erfassen die vielfältigen Ausdrucks-, Seins-, und Empfindungsweisen von Geschlecht. Das bedeutet, dass jede_r selbst das eigene Geschlecht definieren können sollte – unabhängig von psychiatrischen Diagnosen und/oder richterlichen Beschlüssen. Uns ist es wichtig sensibel mit den jeweiligen individuellen und spezifischen Lebenssituationen umzugehen und Erfahrungen von Tabuisierungen, Diskriminierungen oder Ausschlüssen nicht zu wiederholen. Der Ansatz der Lebensweltakzeptanz ist eine wichtige Grundlage unserer Arbeit – nicht nur in Bezug auf die geschlechtliche Identität bzw. das geschlechtliche Selbstverständnis.

Wir begleiten unterstützend Selbstfindungsprozesse, beantworten konkrete Fragen und vermitteln Kontakte. Dabei haben wir kein bestimmtes Wunschergebnis im Sinn.
Wir wollen Dich gerne darin unterstützen, den für Dich stimmigen Weg zu gehen.

Unsere Beratung findet in Räumen der AIDS-Hilfe Kassel (Motzstraße 1) oder in der Praxis für Kunsttherapie und Meditation (Kirchweg 13)  in Kassel statt. Auf Wunsch sind Gespräche an anderen Orten in Kassel und Umgebung möglich, z. B. in einem Café oder beim Spaziergang im Park.
Termine finden nach Absprache statt (Kontakt).

Mehr Infos zu dem Angebot: http://transberatung-kassel.de

 

Queerfilm Kassel – Kunst kann die Welt verändern!

Angesichts eines drohenden gesellschaftlichen Rollbacks (Stichwort AfD, Diskussion um den §219a) müssen wir uns fragen, wie wir einerseits bestehende Errungenschaften queerer Antidiskriminierungsarbeit verteidigen und andererseits dringend notwendige Verbesserungen für LSBTIQ’s erreichen können. Die Gesellschaft aufrütteln und Menschen für queere Themen sensibilisieren – das streben auch wir an!

Dass queere Lebenswelten ihren Platz in der Gesellschaft erkämpft haben, dafür sind seit jeher auch Kunst und Kultur maßgeblich mitverantwortlich. Kultur bietet Menschen die Möglichkeit, sich für kurze Zeit in verschiedensten Lebenswelten zu bewegen, sie kann Denkanstöße liefern und unglaubliche Gefühle auslösen.

Queerfilm Kassel möchte diese Energie ausschöpfen. Jeden dritten Mittwoch im Monat zeigt die Gruppe einen Film, der queere Inhalte thematisiert. Ob Spielfilm, Dokumentation oder Kurzfilme, alle cineastischen Erzählformen finden hier ihren Platz. Zurückgegriffen wird auf vielfältigste Stoffe, aus verschiedensten Ländern, in unterschiedlichsten Sprachen, ob kleine oder große Produktionen. Wichtig ist es der Gruppe, dass möglichst verschiedene, queere Lebenswelten im Laufe eines Programms angesprochen werden.

Queerfilm Kassel ist eine Initiative der AIDS-Hilfe Kassel mit freundlicher Unterstützung der Bali, Filmladen und Gloria-Kinos und in Kooperation mit dem autonomen schwul trans* queer Referats des AStA der Universität Kassel und den Freund*innen von Queer & Young Kassel.

Hinter Queerfilm stecken junge Filmliebhaber*innen, die selbst Teil der Community sind oder in den genannten Gruppen mitarbeiten und sich stets über neue Mitstreiter*innen freuen.

Weitere Informationen findet ihr auf queerfilm-kassel.de oder auf facebook.com/qfkassel

Wir sind gespannt auf eure Fragen, eure Kritik oder auch auf Filmtipps. Ihr könnt euer Anliegen gerne per Nachricht an info@queerfilm-kassel.de senden.

 

Beratung- und Untertsützung von HIV-positiven und LSBT*IQ-Geflüchteten

HIV-positive und LSBT*IQ-Geflüchtete haben einen erhöhten Unterstützungs- und Schutzbedarf, weil sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität schwerwiegende Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen in ihren Heimatländern gemacht haben und den gleichen Gefahren auch hier in Deutschland weiterhin ausgesetzt sind. Etwa, weil sie in ihren Aufnahmeeinrichtungen stigmatisierenden Verhaltensweisen von Mitbewohnern ausgesetzt sind. Zudem häufen sich die Beispiele einer äußerst restriktiven behördlichen und gerichtlichen Praxis bei der Anerkennung einer LSBT*IQ-Identität als Asylgrund. Schutz für aufgrund ihrer Homosexualität Verfolgte ist dabei eigentlich durch Rechtsprechung des EuGH sichergestellt.

Seit April 2017 organisieren die neun hessischen AIDS-Hilfen ein gemeinsames Beratungsnetzwerk für nach Deutschland geflüchtete Menschen mit lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*- oder inter*-sexueller Identität sowie für Geflüchtete mit HIV. Diese Arbeit wird durch den Landesverband AIDS-Hilfe Hessen und die AIDS-Hilfe Gießen koordiniert und erfährt eine Finanzierung durch das Land Hessen. LSBT*IQ-Geflüchtete und Geflüchtete mit HIV können sich direkt an die neun hessischen AIDS-Hilfen wenden, um Beratung, Begleitung und Unterstützung zu erhalten, so auch an die AIDS-Hilfe Kassel.

 

 

SCHLAU Kassel – Ein Bildungs-und Antidiskriminierungsprojekt zur geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung.

http://kassel.schlau-hessen.de/wp-content/uploads/sites/4/2016/05/schlau_kassel_logo.pngSCHLAU Kassel bietet in Workshops für Schulklassen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, mit jungen lesbischen, schwulen, bi, trans* und queeren Menschen ins Gespräch zu kommen und führt niedrigschwellig in das Themengebiet sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität ein.
Weitere Informationen: hier