HIV-positive und LSBT*IQ-Geflüchtete

HIV-positive und LSBT*IQ-Geflüchtete haben einen erhöhten Unterstützungs- und Schutzbedarf, weil sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität schwerwiegende Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen in ihren Heimatländern gemacht haben und den gleichen Gefahren auch hier in Deutschland weiterhin ausgesetzt sind. Etwa, weil sie in ihren Aufnahmeeinrichtungen stigmatisierenden Verhaltensweisen von Mitbewohnern ausgesetzt sind. Zudem häufen sich die Beispiele einer äußerst restriktiven behördlichen und gerichtlichen Praxis bei der Anerkennung einer LSBT*IQ-Identität als Asylgrund. Schutz für aufgrund ihrer Homosexualität Verfolgte ist dabei eigentlich durch Rechtsprechung des EuGH sichergestellt.

Seit April 2017 organisieren die neun hessischen AIDS-Hilfen ein gemeinsames Beratungsnetzwerk für nach Deutschland geflüchtete Menschen mit lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*- oder inter*-sexueller Identität sowie für Geflüchtete mit HIV. Diese Arbeit wird durch den Landesverband AIDS-Hilfe Hessen und die AIDS-Hilfe Gießen koordiniert und erfährt eine Finanzierung durch das Land Hessen.


LSBT*IQ-Geflüchtete und Geflüchtete mit HIV können sich direkt an die neun hessischen AIDS-Hilfen wenden, um Beratung, Begleitung und Unterstützung zu erhalten, so auch an die AIDS-Hilfe Kassel.

Eine Auflistung der weiteren hessischen AIDS-Hilfen ist hier zu finden: Hessische AIDS-Hilfen